Doktorarbeit im Fokus
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Wirbel vor der Bundestagswahl 2025: Habeck wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe

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Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck ist ins Visier eines umstrittenen Plagiatssuchers geraten. Es geht um Habecks Doktorarbeit. Jetzt geht der Politiker in die Offensive.

Von red/dpa

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Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2025 werden Vorwürfe gegen den Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck erhoben: Dieser soll bei seiner Doktorarbeit ungenau gearbeitet haben, behauptet der österreichische Plagiatssucher Stefan Weber. Jetzt geht Habeck selbst in die Offensive und auch die Universität Hamburg bezieht Stellung.

Wirbel vor der Bundestagswahl 2025: Habeck wehrt sich gegen Plagiatsvorwürfe

Die Universität Hamburg hat die Plagiatsvorwürfe gegen den Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck entkräftet. Es liege kein wissenschaftliches Fehlverhalten vor, teilte die Hochschule mit. Dabei geht es um Habecks 2001 veröffentlichte Doktorarbeit „Die Natur der Literatur“. Hintergrund sind Vorwürfe des österreichischen Plagiatssuchers Stefan Weber. 

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Habeck ging vor der Veröffentlichung der Vorwürfe durch Weber in die Offensive: Der Bundeswirtschaftsminister sagte in einem Video in den sozialen Medien, ihm seien im Januar eine Reihe sehr spezifischer Vorwürfe zugetragen worden. „Dabei geht es nicht, wie sonst, um Textplagiate, sondern um Ungenauigkeiten in den Fußnoten“, so Habeck. 

Habeck habe, gleich nachdem ihm der Vorwurf bekannt wurde, die Ombudsstelle der Universität Hamburg um Sichtung und Prüfung seiner Dissertation und speziell der konkreten Vorwürfe gebeten. Im ZDF sprach Habeck von haltlosen Vorwürfen.

Universität Hamburg über Doktorarbeit: Kein Fehlverhalten bei Habeck

Die Universität Hamburg teilte mit, es sei festgestellt worden, dass gemäß ihren Regeln kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorliege. Es wurde „weder vorsätzlich noch grob fahrlässig gegen die Standards der guten wissenschaftlichen Praxis verstoßen“, teilt sie mit. Die Eigenständigkeit der Forschungsleistung sei bestätigt worden. 

Die Universität Hamburg habe Habeck zusätzlich Empfehlungen zur Überarbeitung einzelner Zitate und Fußnoten der Dissertation übermittelt. „Diese Empfehlungen beruhen auf den heutigen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis, welche zum Zeitpunkt der Erstellung der Arbeit zum Teil noch nicht in gleicher Weise formalisiert waren.“

Wie Habeck mitteilt, habe er den Präsidenten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, um eine Einschätzung gebeten. „Auch er hat keine Zweifel an der Eigenständigkeit der wissenschaftlichen Arbeit“, so Habeck.

Wirbel um Doktorarbeit: Plagiatsjäger wirft Habeck Schwindel vor

Weber warf Habeck auf der Plattform X vor, zu schwindeln. Es gehe nicht um Ungenauigkeiten in den Fußnoten. „Sie haben methodisch eine Quellenarbeit simuliert, die nicht stattgefunden hat.“ Habeck habe sehr wohl auch Textfragmente plagiiert.“ Weber spricht von 128 „Quellen-, Zitats- und Textplagiaten“.

Plagiatsjäger Weber stand schon in der Vergangenheit im Fokus: Im Sommer 2021 hatte er Vorwürfe gegen die damalige Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock erhoben. Dabei ging es um Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“. Weber hatte im Sommer 2021 auch kritisiert, der damalige Unionskanzlerkandidat Armin Laschet habe in seinem Buch „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ Stellen unzitiert übernommen.

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