Stuttgart

Sondierungsgespräche gehen weiter – Grüne und CDU beraten über mögliche Zusammenarbeit

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Nach einer Woche Pause setzen Grüne und CDU ihre Sondierungsgespräche in Stuttgart fort. Parteien geben sich bisher wortkarg. Statements sind für 18 Uhr geplant.

Von red/dpa

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Nach einer Woche Pause haben sich die Verhandlungsteams von Grünen und CDU erneut zu einem Sondierungsgespräch über eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition getroffen. Die Teams der Parteien kamen am Dienstag im Haus der katholischen Kirche in der Stuttgarter Innenstadt zusammen, wo eine Woche zuvor bereits ein erstes Sondierungsgespräch stattgefunden hatte. 

„Wir haben viel zu tun“ – Statements zu den Sondierungsgesprächen in Baden-Württemberg

Beide Seiten gaben sich vor Beginn der Verhandlungen erneut äußerst wortkarg. Cem Özdemir (Grüne) sagte auf die Frage, was er heute erreichen wolle: „Wir schaffen fleißig, wie es sich gehört. Wir sind in Baden-Württemberg. Wir haben viel zu tun.“ CDU-Chef Manuel Hagel antwortete auf Fragen von Journalisten nach einem Ziel für die Verhandlungen und nach der Stimmung nur mit einem verhaltenen Lächeln. 

Journalisten erhielten wie schon am ersten Sondierungstag keinen Zutritt zum Verhandlungsgebäude. Am frühen Abend (18 Uhr) sind Statements der Verhandlungsführer Cem Özdemir (Grüne) und Manuel Hagel (CDU) geplant.

Sondierungsgespräche dauern zu lange – SPD-Fraktion kritisiert die Verhandlungen

Einigen gehen die Sondierungsgespräche schon zu lange. Doch wie schnell die Parteien zu einer Einigung kommen, ist noch unklar. Der SPD-Fraktionschef Sascha Binder kritisiert, dass diese erst mehr als zwei Wochen nach der Landtagswahl starteten. Die Grünen hätten direkt nach der Wahl schon zu Gesprächen einladen sollen, meint er. Auch Verbände aus der Wirtschaft drängen auf eine schnelle Regierungsbildung.

Nach den Sondierungsgesprächen folgen Koalitionsverhandlungen

Bei sogenannten Sondierungsgesprächen loten die Parteien aus, ob sie genügend Gemeinsamkeiten finden, um eine Landesregierung zu bilden. Gelingt eine Annäherung, folgen üblicherweise Koalitionsverhandlungen. Dabei sprechen die Fachexperten der Parteien in kleinen Gruppen darüber, welche konkreten Pläne sie sich in dem Bereich vornehmen.

Am Ende solcher Verhandlungen steht ein Koalitionsvertrag, in dem detailliert festgehalten ist, welche Vorhaben gemeinsam in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Welche Politiker an dieser neuen Regierung beteiligt sein könnten, bleibt abzuwarten.Aus dem Raum Heilbronn und Hohenlohe schafften es einige Kandidaten direkt in den Landtag

Knappes Wahlergebnis bei der Landtagswahl – CDU und Grüne mit gleich vielen Sitzen im neuen Parlament

Im endgültigen Wahlergebnis der Landtagswahl am 8. März wurden die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir mit 30,2 Prozent stärkste Kraft, die CDU folgte mit 29,7 Prozent. Im neuen Parlament kommen jedoch beide Parteien jeweils auf 56 Sitze – eine ungewöhnliche Pattsituation.

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