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Grünen-Einladung an CDU steht: Wie geht es mit den Sondierungsgesprächen weiter?

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Nach dem Sieg der Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg haben die Grünen nun die CDU zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Jetzt ist die CDU am Zug. 

Von Theo Westermann und Jens Schmitz

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Der Ball liege nun im Feld der Grünen, hatte CDU-Fraktions- und Parteichef Manuel Hagel nach der Landtagswahl immer wieder gesagt. Nun erging die Einladung der Grünen an die CDU zu gemeinsamen Koalitionsverhandlungen. Die Grünen hatten, so teilten sie es am Donnerstag (19. März) mit, der CDU die Auswahl von Ort und Zeit für diese Verhandlungen überlassen.

Laut Medienberichten sollen sie am Dienstag (24. März) im „Haus der Katholischen Kirche“ mitten in Stuttgarts Einkaufsmeile Königstraße stattfinden, ein CDU-Sprecher wollte dies aber nicht bestätigen. Bei der CDU wollen am Freitag (20. März) erst noch die Gremien darüber entscheiden, ob die Partei die Einladung der Grünen annimmt und in Sondierungsgespräche eintritt. Erst danach könnte natürlich auch ein offizieller Vorschlag zu Ort und Zeit erfolgen.

Hagel stellt nach Grünen-Einladung klar: „Für uns zählt, dass wir liefern“

Nach dem knappen Wahlausgang am 8. März, bei dem die Grünen bei der Zahl der Zweitstimmen leicht vorne lagen, aber die CDU exakt die gleiche Zahl der Sitze im Landtag, nämlich 56, errang, hatte die CDU massiv Klagen über eine Schmutzkampagne gegen Manuel Hagel geführt. Das Verhältnis war danach stark abgekühlt. 

In den vergangenen Tagen haben sich Hagel und der potenzielle künftige Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) dem Vernehmen nach aber mehr als einmal getroffen, um am Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu arbeiten. Nun betonte Hagel gegenüber unserer Redaktion: „Für uns zählt, dass wir liefern und sich die Menschen auf uns verlassen können. Dass wir das, was wir sagen, auch hinbekommen.“ 

Es gehe nun um „saubere, verantwortungsvolle und tragfähige Entscheidungen“, so Hagel. Die Einladung der Grünen werde man nun sorgsam in den Gremien diskutieren.

Özdemir will mit der CDU „eine stabile und verlässliche Regierung bilden“

Cem Özdemir wird in der Mitteilung der Grünen so zitiert: „Grüne und CDU stehen für die Kontinuität einer stabilen und verlässlichen Regierung. Genau darum wird es auch in den nächsten Wochen gehen: eine stabile und verlässliche Regierung zu bilden, auf die sich die Menschen die nächsten fünf Jahre verlassen können.“ 

Bei den Christdemokraten haben nun aber zunächst die Gremien das Wort. Am Freitagabend um 19 Uhr tagt demnach der Landesvorstand in Stuttgart, plus die Mitglieder der alten und der neuen Landtagsfraktion. Danach ist ein Pressestatement noch am Freitagabend geplant. Führende Christdemokraten haben sich im Vorfeld eiserne Schweigegelübde auferlegt.

Siebenköpfiges Verhandlungsteam der Grünen steht – CDU muss sich noch aufstellen

Bereits vor Tagen hatten die Grünen ihr siebenköpfiges Verhandlungsteam mit Cem Özdemir an der Spitze benannt. Dazu gehören die Parteivorsitzenden Lena Schwelling und Pascal Haggenmüller, Fraktionschef Andreas Schwarz und Vize Oliver Hildenbrand sowie die bisherige Umweltministerin Thekla Walker und der bisherige Finanzminister Danyal Bayaz.

Nun sind die Christdemokraten am Zug. Es wird erwartet, dass sie ebenfalls sieben Verhandler entsenden und das Team rund um Manuel Hagel am Freitagabend benennen.

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