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Zum neuen Sportlichen Leiter bei der Sport-Union: Erneute Abhängigkeit

Die Sport-Union Neckarsulm eröffnet sich mit Gerhard Husers neue Horizonte, aber ein Restrisiko bleibt, meint unser Autor. 

Stephan Sonntag
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Lesezeit 1 Min
Gerhard Husers ist neuer Sportlicher Leiter bei den Neckarsulmer Bundesligafrauen
Bekanntes Gesicht in neuer Rolle: Spielerberater Gerhard Husers folgt seiner Lebensgefährtin Tanja Logvin zur Sport-Union und steht der Neckarsulmer Trainerin nun offiziell als Sportlicher Leiter zur Seite. Foto: Alexander Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Das Fehlen eines kompetenten Sportlichen Leiters mit entsprechendem Netzwerk war bereits seit Jahren ein Manko bei der Sport-Union. So bestimmten immer die jeweiligen Cheftrainer die Personalpolitik des Clubs. Insofern ist Gerhard Husers zweifellos ein Glücksfall für Neckarsulm.

Der Sport-Union eröffnen sich neue Möglichkeiten

Der Mann ist nach eigenem Bekunden der bedeutendste Berater im europäischen Frauen-Handball und hat natürlich auch schon in der Vergangenheit an mancher Verpflichtung mitgewirkt. Der Sport-Union eröffnen sich fortan ganz neue Möglichkeiten, selbst der Angriff auf den nationalen Platzhirsch Bietigheim erscheint möglich.

Es bleibt jedoch ein Restrisiko. Als vor Jahren Erfolgstrainer Emir Hadzimuhamedovic in Personalunion zum Sportlichen Leiter erklärt wurde, war das der Anfang vom Ende. Nun begibt sich der Verein sehenden Auges in eine vergleichbare Abhängigkeit. Sport-Unions-Vorsitzender Rolf Härdtner stellt dem Handball-Paar sogar einen Persilschein aus. Das kann funktionieren, wie das Beispiel Metzingen seit Jahren zeigt. Das kann in sportlich oder privat schwierigem Fahrwasser aber auch zum Schiffbruch führen.

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