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Neue vollelektrische Luxusmodelle: Für Audi Neckarsulm ein Grund zu feiern

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Die beiden E-Autos sind eine gute Entscheidung und stärken das Audi-Werk in Neckarsulm, findet unser Autor.

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Das Konzeptfahrzeug Aicon gilt als Blaupause für das luxuriöse  Coupé Landjet.
Das Konzeptfahrzeug Aicon gilt als Blaupause für das luxuriöse Coupé Landjet.  Foto: Audi

Über ein Jahr haben sich die Verhandlungen über die Werkbelegung im VW-Konzern hingezogen. Umso größer ist nun die Erleichterung im Audi-Werk Neckarsulm. Die Zusage, dass ab 2027 zwei neue E-Autos am Standort in der Region produziert werden, ist nach dem harten Ringen im Hintergrund eine gute Nachricht für die Belegschaft und für die ganze Region.

Neue vollelektrischen Luxusmodelle Landyacht und Landjet ist gut für die Bilanz des Standorts Audi Neckarsulm

Neckarsulm ist bei Audi schon seit Jahrzehnten die Heimat von Fahrzeugen für die Oberklasse. Daran knüpft der Standort nun auch im Zeitalter der Elektromobilität an. Die beiden vollelektrischen Nachfolger des Flaggschiffs A8 werden voraussichtlich hohe Gewinne pro verkauftem Auto abwerfen. Das ist gut für die Bilanz des Standorts und schafft den Spielraum, um über 2027 hinaus weitere Fahrzeugprojekte in die Region zu holen.

 


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Bei der Werkbelegung des VW-Konzerns stehen regelmäßig mehr als 100 Standorte im Konkurrenzkampf um künftige Modellneuheiten. Ein zähes Ringen, bei dem es neben den Fakten und Zahlen stets um politische Spielchen geht. Dieses Mal waren die Verhandlungen besonders hart. Die Entscheidung für Neckarsulm war keine Selbstverständlichkeit.

Werkleiter Fred Schulze und Betriebsratschef Rainer Schirmer ziehen an einem Strang 

Sie ist das Resultat harter Arbeit und vor allem des Zusammenspiels zwischen Unternehmen und Arbeitnehmervertretern. Werkleiter Fred Schulze und Betriebsratschef Rainer Schirmer haben an einem Strang gezogen, jeder in seiner Rolle. Der eine mehr faktenbasiert, der andere als Vermittler in Gremien wie dem Aufsichtsrat. Nur die gemeinsame Anstrengung der beiden und ihrer Teams hat letztlich zum Erfolg geführt. Nicht überall im Konzern läuft die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Betriebsrat so reibungslos und vertrauensvoll wie in Neckarsulm. 

Bei aller Freude über die gute Nachricht muss der Blick aber ab Montag wieder nach vorne gerichtet werden. Mit den Anläufen des A5 und A7 im neuen Jahr haben die rund 15.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die nächste große Herausforderung vor sich. Die beiden Modelle sollen dem Werk mittelfristig eine höhere Auslastung als zuletzt bescheren. Das wird aber nur gelingen, wenn die Fahrzeuge in einer Top-Qualität vom Band rollen. Daher gilt es nun für die Belegschaft, fokussiert zu bleiben.

 


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