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Meinungen zur Debatte um Schulkleidung
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Pro & Contra: Soll es Vorgaben zur Schulkleidung geben?

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Wieder mal wird über angemessene Schulkleidung diskutiert. Sollten die Schulen Vorgaben machen, oder wäre das ein Eingriff ins Selbstbestimmungsrecht von Eltern und Kindern? Darüber kann man verschiedener Meinung sein.

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In der Jogginghose zur Schule – für manche ein No-Go. Über eine Kleiderordnung an Schulen wird immer wieder diskutiert.
In der Jogginghose zur Schule – für manche ein No-Go. Über eine Kleiderordnung an Schulen wird immer wieder diskutiert.

Pro

von Andreas Zwingmann

Mal Hand aufs Herz - oder, um beim Thema zu bleiben, Hosen runter: Wer würde in Shorts und Flipflops zu einem Bewerbungsgespräch für einen Vorstandsposten gehen? Wer würde mit Baseballkäppi und Trainingsanzug auf einer Hochzeit erscheinen? Oder gar eine Trauerfeier besuchen? Wohl kaum jemand. Genau darum geht es in diesem Fall aber: Um die Wahl der Kleidung, die einer Situation, einer Person oder eines Ortes angemessen ist.

Schule sollte ein Gespür für Angemessenheit vermitteln

Denn mit der Entscheidung für ein bestimmtes Kleidungsstück drücke ich nicht nur mich selbst als Individuum aus, sondern sende auch ein Signal - unter anderem des Respekts gegenüber einer Situation, einer Person oder einem Ort. Und das hat mit persönlichem Geschmacksempfinden nur am Rande etwas zu tun. Das Gespür dafür, was jeweils angemessen ist und was nicht - übrigens nicht nur in Kleidungsfragen, sondern auch im Handeln -, bekommt man aber nicht allein per Verordnung vermittelt, sondern in der Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Konsens.

Durch regelmäßiges Hinterfragen und die Erkenntnis, dass Standards immer wieder anzupassen und neu zu verhandeln sind. Auch das sollte in der Schule vermittelt werden.


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Contra

von Susanne Schwarzbürger

Immer wieder wird die Sau durchs Dorf getrieben: Sollten Bekleidungsregeln für Schüler festgelegt, gar eine Uniform eingeführt werden? Jetzt sind es allzu legere Jogginghosen, die aufstoßen, vor Kurzem waren es Löcherjeans, davor Bauchfrei-Shirts oder Baseballkäppis. Zu meiner Jugend waren es tarnfarbene Parkas, die auf Hass stießen.

Wir brauchen keine autoritäre Überwachung

Wer sich mutmaßlich nonkonform wie die Masse kleidet, unterstreicht so doch weder seine Individualität, noch findet er zu seiner Persönlichkeit: Er will dazugehören. Wenn das mit billigen Jogginghosen geht, ist das doch besser, als Zusammengehörigkeitsgefühl mit teuren Uniformen herzustellen, zumal bekanntlich hier auch Qualitätsunterschiede das Einkommenslevel der Eltern offenbaren. Und ein allgemeiner Leitfaden? Wie soll der denn aussehen? Wer darüber bestimmen? Wer soll die Einhaltung kontrollieren? Und wie sollen Konsequenzen bei Nichteinhaltung aussehen?

Wir brauchen nicht mehr Bürokratie und auch keine autoritäre Überwachung an Schulen. Es reicht, wenn Eltern und Lehrkräfte mit gutem Beispiel vorangehen. Den Rest wird die Zeit richten. Dass etwa rassistische oder sexistische T-Shirt-Aufdrucke tabu sind, ist jedoch klar.

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