Nein zur Corona-Isolationspflicht ist richtig
Es ist richtig, dass die Isolationspflicht für Corona-Infizierte aufgehoben wird, meint Chefredakteur Uwe Ralf Heer.

Es hat lange gedauert, aber immerhin gibt es jetzt mal vier vernünftige Bundesländer. Die Abschaffung der Isolationspflicht für Corona-Infizierte ist überfällig – auch wenn, oder gerade weil Bundesgesundheitsminister Lauterbach wieder einmal starrsinnig dagegen plädiert. Wenn die Infektionszahlen zurückgehen, wenn die Basisimmunität erreicht ist und wenn der Krankheitsverlauf kaum noch schwerwiegend ist, dann muss ein Weg zurück zur Normalität gefunden werden.
Durch nichts ist mehr zu begründen, warum Infizierte ohne Symptome fünf Tage daheim eingesperrt sein sollen. Sie können sich frei bewegen und auch arbeiten – mit den nötigen Schutzvorkehrungen. Zumal jeder die Möglichkeit hatte, sich impfen zu lassen. Und wer gefährdet ist und sich schützen möchte, der kann Maske tragen.
Wir sehen doch, dass weder Großveranstaltungen noch Zusammenkünfte aller Art zu Masseninfektionen oder steigenden Zahlen auf den Intensivstationen führen. Es ist Zeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Der Extrem-Lockdown war falsch, die Schließung der Kitas ebenso und dass man Infizierte ohne Symptome zehn Tage lang am Verlassen der Wohnung gehindert hat, war es auch. Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Aber es ist nicht verboten dazuzulernen – und zu reagieren.
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