Metall- und Elektroindustrie stehen in der Region angesichts der Herausforderungen gut da
Südwestmetall und IG Metall in der Region suchen den Schulterschluss. Gut so, meint unser Kommentator mit Blick auf die gewaltigen Herausforderungen der Branche.
Wenn man sich die Herausforderungen anschaut, die die Metall- und Elektroindustrie bewältigen muss, ist es bemerkenswert, wie gut die Branche in der Region dasteht. Die großen Ängste vor der Transformation der Autoindustrie haben sich bislang glücklicherweise nicht bewahrheitet. Es gibt weder Pleitewellen noch Massenentlassungen. Auch die konjunkturellen Risiken von hohen Energie- und Rohstoffpreisen über fragile Lieferketten bis hin zu sinkender Nachfrage haben die Unternehmen bisher verkraftet.
Doch es ist alles andere als ausgemacht, dass das so bleibt. Das wissen die Arbeitgeber so gut wie die Gewerkschaften, weshalb sie gemeinsam ihre Sorgen formulieren. Was vielerorts kaum denkbar ist, ist in der Region schon viele Jahre gute und geübte Praxis. Es kann weder Arbeitgebern noch der IG Metall gefallen, wenn die Unternehmen in einen Überbietungswettbewerb eintreten, um ihre offenen Stellen zu besetzen.
Und es ist in ihrem Interesse, dass die deutsche Autobranche international wettbewerbsfähig bleibt. Wenn sich die derzeit noch vage Hoffnung auf eine breite Nutzung von E-Fuels erfüllen sollte, würden damit auch viele Arbeitsplätze in der Region gesichert. Verlassen sollten sich die Sozialpartner darauf freilich nicht. Die Transformation der Branche muss daher weiter vorangetrieben werden.
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