Meinung zum Formel1-Einstieg: Zwiespältig
Es gibt viele gute Gründe für und gegen einen Formel1-Einstieg des VW-Konzerns, findet unser Autor.
Keine Frage: Es wäre zweifelsohne ein Paukenschlag, wenn Audi zum 50. Geburtstag seines Slogans "Vorsprung durch Technik" den Einstieg in die Formel 1 beschließt. Seit vielen Jahrzehnten ist die Königsklasse des Motorsports für die Autobauer eine perfekte Bühne, um sich mit der Konkurrenz zu messen, neue Technologien im Extrembetrieb zu testen und die eigene Marke vor einem Millionenpublikum weltweit in Szene zu setzen. Dank der künftig noch stärker begrenzten Budgets war der Einstieg nie so günstig.
Aber was heißt schon günstig in Zeiten, in denen der Umstieg auf die Elektromobilität viele Milliarden verschlingt, die Chipkrise für Kurzarbeit und stehende Bänder sorgt? In Zeiten, in denen gerade bei der Kernmarke VW in Wolfsburg zehntausende von Jobs bedroht sind. Da muss schon auch die Frage gestellt werden, ob ein Einstieg in die Formel 1 da das richtige Zeichen ist.
Zumal sich im Motorsport immer alle nur für den Sieger interessieren. Über Platz zwei und weiter hinten spricht keiner. Selten kam ein Hersteller und hat auf Anhieb gewonnen. Toyota und BMW sind zwei berühmte Beispiele dafür, dass viel Geld investiert wurde, ohne am Ende etwas Zählbares in den Händen zu halten. Auch Mercedes fuhr vor seiner Dominanz lange hinterher. Die Gefahr des Scheiterns wird die Entscheidung mit beeinflussen.
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