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Wenn Qualitätsoffensive kein Bürokratiemonster ist, profitieren davon die Kinder

Das Land bringt für Schulen die datengestützte Qualitätsentwicklung auf den Weg. Das hört sich gut an, findet unser Autor.

Simon Gajer
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Lesezeit 1 Min

Der Unterricht hat ein großes Problem. Zuletzt fallen Kinder und Jugendliche vor allem dadurch auf, dass die Leistungen schwächer sind als noch vor ein paar Jahren. Das Land tut also gut daran, bei den Schulen im Land eine hohe Qualität einzufordern. Der Weg ist richtig, die Schulen miteinander zu vergleichen.

Es geht nicht darum, ein Ranking der besten Schulen zu erstellen. Wichtig ist es, den Lehrern zu zeigen, ob ihr Weg der richtige ist. Jeder hält seinen Unterricht für den besten. Nur: Wie gut ist er im Vergleich zu jenen Schulen, die beim Bildungshintergrund der Kinder und der Ausstattung der Gebäude vergleichbar sind? Die Kinder haben überall den besten Unterricht verdient, nur das schafft echte Bildungsgerechtigkeit.

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Von den Besten zu lernen, das muss auch für Lehrer gelten

Um erfolgreich zu sein, darf die Qualitätsoffensive des Landes kein Bürokratiemonster werden. Es muss schnell zu erkennen sein, wie gut der Unterricht ist und wo er verbessert werden kann. Und vor allem: wo er so perfekt läuft, dass davon andere Schulen profitieren können. Bei den Besten zu lernen, das sollte bei Lehrern der Anspruch sein. Eine Herausforderung wird es sein, die wenigen Lehrer zu mehr Tatendrang zu zwingen, die sich entgegen aller Vorgaben weigern, nach aktuellen Lehrplänen zu unterrichten. Die Qualität muss überall stimmen, das haben die Kinder verdient.

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