Nicht alle Pendler wollen Rad fahren
Eine Radkampagne nimmt die Stadtbahnsperrung zum Anlass, um Pendler zur sportlichen Alternative zu bewegen. Ob die dafür empfänglich sind, ist fraglich.

Es wird wieder geradelt. Der Startschuss fürs Stadtradeln ist gefallen. Jedes Jahr beteiligen sich zahlreiche Menschen an der Aktion, die vor allem Spaß an der Bewegung vermitteln will. Gleichzeitig soll der Gemeinschaftsgedanke aber auch Pendler dazu bewegen, auf die umweltfreundliche Auto-Alternative umzusteigen. Dasselbe Ziel hat auch die Radkampagne „S4-Fahr Rad“. Stadt Heilbronn, Landkreis, Kommunen und die Initiative Radkultur wollen die Streckensperrung zwischen Eppingen und Heilbronn nutzen, um Pendler aufs Fahrrad zu bringen. Ob das tatsächlich ein realistisches Ansinnen ist, ist fraglich.
Denn der eigentliche Radweg entlang der Bahngleise ist derzeit gar nicht nutzbar, das können auch zusätzliche Piktogramme und Temporeduzierungen auf der Straße nicht ausgleichen. Die Aktion erinnert an ein Feigenblatt, die gute Absicht dahinter wird vermutlich die Mehrzahl der Menschen, die tatsächlich auf der gesamten Strecke unterwegs sind, unbeeindruckt lassen, ganz abgesehen von den Schülern, die sich zu den Stoßzeiten mit schwerem Gepäck dann doch lieber in die Busse quetschen.
Von Spanien nach Heilbronn
Direkt von Spanien nach Heilbronn, das kann ein Karriereschritt sein. Der neue Schulleiter der Josef-Schwarz-Schule tritt im August seinen Dienst an, nachdem er sechs Jahre die Deutsche Schule in Bilbao geleitet hat. Marius Weinkauf bringt Erfahrung mit bilingualer Bildung über alle Altersgruppen hinweg mit. Das Colegio Alemán besuchen Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zum Abitur. Er gehe mit einem guten Gefühl, „was die Qualität der Schule angeht“, schreibt der Pädagoge nach seiner Verabschiedung in sozialen Medien. Dabei nimmt er eine Herausforderung mit nach Deutschland: Künstliche Intelligenz.
Die wandele die Schulen von Grund auf, gerade im Bezug auf Fremdsprachenunterricht. Der müsse über die Verständigung hinausgehen und begeistern, schließlich gelingt die Übersetzung heute per Mausklick. „Das kompetente Leben lernen“ nennt Weinkauf als wichtigen Unterrichtsinhalt und spricht damit nicht nur für die Schüler der Schwarz-Schule. Denn Bildungserfolg ist nicht nur eine Frage der Ausstattung, sondern auch der Einstellung.
Letzter Akkord in Bonfeld
Es gibt Wochenenden, da weiß man gar nicht, was zuerst tun. Ein solches steht vor der Tür. Lichtershow, Unterhaltung, Spannendes aus der Wissensstadt, Musik - in den nächsten Tagen ist einiges los. Sogar surfen ist eine Option für Wassersportfreunde, ganz ohne Beach, dafür auf dem Neckar. Wer also immer schimpft, es sei nichts los, sollte die Gelegenheit nutzen und sich vom Gegenteil überzeugen. Zum Beispiel in Bonfeld, wo die Kulturinitiative Blacksheep zum letzten Mal aus dem Schlosspark ein Festivalgelände mit ganz besonderer Atmosphäre macht. Nach neun Jahren ist Schluss, das bedauern nicht nur die Veranstalter.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare