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Kolumne: Nur mit einer großen Lösung wird das Projekt Wollhaus erfolgreich

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Auf zwei Seiten des Zentrums tut sich was: In Heilbronn werden die Planungen für das Wollhaus und die Erweiterung des Bildungscampus vorangetrieben. Dazwischen muss die Innenstadt Schritt halten.

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 Foto: Seidel

Manch ein Beobachter war irritiert, als Arthur Neufeld nach der Ersteigerung der Kaufhoffläche im Wollhaus die Sektkorken knallen ließ. Zumal anschließend erstmal öffentlichkeitswirksam nicht viel passierte. Der Investor hatte zwar Grund zu feiern, als er sich nach vier Jahren die Mehrheit der Flächen gesichert hatte, aber eben auch eine riesige Aufgabe vor der Brust. Die Entwicklung des Gesamtkomplexes erfordert eine großen Lösung: Wohnen im Turm, Markthalle im alten Kaufhof, Gastronomie mit Blick auf die Stadt, hochwertiger Einzelhandel - all das ist denkbar. Und wird nur wirken, wenn auch die Fassade komplett erneuert wird. Brutalismus ist 70er-Jahre-Schick.

Noch in diesem Sommer wird man mehr wissen, die Präsentation des Konzepts wird offenbar eng mit der Stadtverwaltung abgestimmt und ist kein Alleingang. Neufeld braucht Rückhalt, wenn das Projekt ein Erfolg werden soll. Bis zur Umsetzung hofft er wie berichtet auf eine wirtschaftliche Interimslösung. Details wie die Pläne eines Lasertag-Betreibers waren durchgesickert, werden aber nicht mehr kommentiert. Ohnehin gibt es unterschiedliche Meinungen, ob eine solche Nutzung den Standort tatsächlich stärken würde.


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Zwei Projekte gleichzeitig sind ein Glücksfall

Spannend ist es auch am anderen Ende der Innenstadt. Der neue Teil des Bildungscampus soll sich ebenfalls für alle Bürger öffnen, mit Gastronomie, Freizeiteinrichtungen und Aufenthaltsqualität. Beide Vorhaben werden die Stadt nicht nur optisch verändern und sind nur umsetzbar mit Unterstützung der Verwaltung. Die wiederum hat großes Interesse an beiden Projekten, da beide einer sich dynamisch entwickelnden Großstadt gut zu Gesicht stehen.

Die parallele Entwicklung beider Flächen ist ein Glücksfall für die Innenstadt, die dazwischen attraktiv Schritt halten muss. Im besten Fall belebt Konkurrenz das Geschäft. Die hinter vorgehaltener Hand geäußerte Befürchtung, der Bildungscampus ziehe Menschen aus der Innenstadt, kann nur ein ebenso attraktiver Gegenpol entkräften. Dafür müssen andere Investoren aber auch mit der Geschwindigkeit der Schwarz-Stiftung, die auf dem Campus keine halbe Sachen macht, mithalten können.

Viel los am Wochenende

Was haben die Fantastischen Vier, Suzie Quatro und die Lauffener Brücken gemeinsam? Sie werden an diesem Wochenende Tausende Menschen in der Region anziehen. Überall wird gefeiert, von Natur und Wein in den Brackenheimer Weinbergen über das Lichterfest in Heilbronn bis hin zu großen Festivals in Bonfeld und Gaisbach. Da fällt die Entscheidung schwer, und wer viel erleben will, muss sich gut organisieren.

An diesem Wochenende könnte die Partyhit-Frage von Würth-Top-Act SDP "Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag?" tatsächlich für einige relevant werden. Wer mehr als ein Event besuchen will, der braucht Durchhaltevermögen. Es lohnt sich vermutlich überall - schade eigentlich, dass es im Festkalender zwischen den großen Veranstaltern offenbar so wenig Abstimmung gibt.

 
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