Meinung
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Kinderpornografie und Hass im Internet müssen bekämpft werden

Ankläger und Ermittler müssen mit dem nötigen technischen Rüstzeug ausgestattet sein und brauchen ausreichend Personal, meint unser Autor.

Wolfgang Müller
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Lesezeit 1 Min
Es sind oft schlimme Bilder, die sich die Ermittler anschauen müssen. Aber ihre Arbeit ist wichtig. Aus den Erfolgen schöpfen die Polizisten Motivation, stundenlang vor dem Rechner zu sitzen und kinderpornografische Fotos und Videos zu sichten. Themenfoto: dpa  Foto: Arne Dedert (dpa)

Hass ist so alt wie die Menschheit selbst. Dass sie sich gegen Fremde, Unbekannte und Menschen richtet, die eine andere Auffassung haben, einen anderen Lebensstil pflegen oder einer anderen Religion angehören, ist auch nicht neu. Dennoch nehmen Straftaten, die aus Hass begangen werden, seit Jahren zu. Das ist ebenso wenig überraschend wie die traurige Erkenntnis, dass Verbrechen rund um die Kinderpornografie sprunghaft ansteigen.

In der vermeintlichen Anonymität des Internets nehmen verkorkste Seelen ihre Masken ab. Beflügelt von der Hoffnung, im Halbdunkeln unerkannt zu bleiben. Und angespornt von der eigenen Gesinnungsblase, in die sie von den Algorithmen der sozialen Medien hinein katapultiert werden. Dabei wollen sie diejenigen ins Mark treffen, gegen die sich ungezügelter Hass richtet. Und sie nehmen keine Rücksicht auf Kinder, die schändlichst missbraucht und für ihr Leben gezeichnet werden.

Der Gesetzgeber hat im vergangenen Jahr die Strafen für den Besitz und die Verbreitung kinderpornografischen Inhalts drastisch erhöht. Das gleiche gilt für die Hasskriminalität im Internet. Das alleine reicht aber nicht. Ankläger und Ermittler müssen mit dem nötigen technischen Rüstzeug ausgestattet sein. Und sie brauchen ausreichend Personal. Denn wehrlose Kinder brauchen Schutz, und der zügellose Hass darf das gesamtgesellschaftliche Klima nicht vergiften.

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