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Blinder Autohass führt nicht dazu, dass die IAA-Protestierer ihre Ziele erreichen

  
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Die radikalen Protestierer auf der Automesse IAA tun ihrem Anliegen keinen Gefallen, findet unser Kommentator.

  

Man kann trefflich darüber streiten, ob die Autoausstellung IAA Mobility zeitgemäß ist. Und man kann bezweifeln, dass die in München präsentierten Fahrzeuge vor allem dem Ziel dienen, Klimaschutz und Verkehrswende voranzutreiben. Das rechtfertigt dennoch nicht den Vandalismus, den einige Protestierende auf der IAA zelebrieren. Dieser blinde Autohass führt ähnlich wie bei den Klimaklebern nur dazu, dass legitime Ziele durch falsche Methoden diskreditiert werden.

Zudem scheinen sich die Anti-Auto-Aktivisten nicht für die Realität zu interessieren. Denn es ist offensichtlich, dass individuelle Mobilität auf Jahre hinaus für viele Menschen auf der ganzen Welt ein hohes Gut (oder Ziel) bleiben wird.

Autos möglichst emissionsfrei machen – ÖPNV attraktiver machen

In Deutschland beispielsweise kommen auf 1000 Einwohner 583 Pkw, in Baden-Württemberg sind es sogar 615 − so viele wie noch nie. Die Menschen lieben ihren fahrbaren Untersatz, deshalb muss es zunächst darum gehen, Autos so emissionsfrei und effizient wie möglich zu machen.

Hier sind die Hersteller gefragt, die im übrigen hierzulande zusammen mit den Zulieferern rund 1,8 Millionen Mitarbeiter beschäftigen. Parallel dazu muss die Politik dafür sorgen, dass Bus und Bahn so attraktiv werden, dass mehr Menschen freiwillig aufs Auto verzichten. Mit Zwang wird es jedenfalls nicht gehen.


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05.09.2023, Bayern, München: Aktivisten der Organisation Extinction Rebellion prostestieren am Rande der Auto- und Verkehrsmesse IAA und haben Rauchfackeln gezündet. Die Internationale Automobil-Ausstellung IAA Mobility 2023 findet vom 05. bis 10. September in München statt. Foto: Uwe Lein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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