Ein Rekordergebnis bei Audi ist kein Selbstläufer für die Zukunft
Audi kommt bisher gut durch die Krise. Das ist aber keine Garantie für die Zukunft, meint unser Autor.
Inmitten von Ukraine-Krieg, Lieferengpässen und anderen Krisen wird Audi fürs vergangene Jahr einen Rekordgewinn verbuchen. Das ist eine gute Nachricht für die Belegschaft auch hier in der Region. Man darf aber nicht vergessen, dass die rund acht Milliarden Euro, die am Ende wohl für 2022 verbucht werden können, sicher kein Selbstläufer für die Zukunft sind. Niemand kann vorhersagen, wie sich die geopolitische Lage entwickeln wird.
Zudem fehlt es der Marke mit den vier Ringen 2023 vor allem an einem: neuen Autos. Während die direkte Konkurrenz von BMW und Mercedes zahlreiche Modelle in den Handel bringen wird, herrscht bei Audi in den nächsten zwölf Monaten Flaute. Die wichtigen Neuheiten gehen erst 2024 an den Start. Das bedeutet für den Standort Neckarsulm im Hinblick auf die Auslastung erneut ein schwieriges Jahr.
Viel wichtiger für das Audi-Werk in der Region ist ohnehin, dass endlich die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Selten war der Konkurrenzkampf der verschiedenen Konzernmarken größer als derzeit, wenn es um die Verteilung neuer Modelle auf die Werke weltweit geht. Da kann es sicher nicht schaden, dass Konzernchef Oliver Blume seine Karriere bei Audi begonnen hat und um die Kompetenz des Teams in Neckarsulm weiß.
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