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Schlingerkurs bei Bewerbung: Stephan Franczak geht es hauptsächlich um sich selbst

  
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Erst will der 47-Jährige Bürgermeister von Eberstadt bleiben, zwischendurch ein paar Tage lang nicht, am Ende dann aber doch wieder. Der Zickzack-Kurs von Stephan Franczak ist überhaupt nicht nachvollziehbar, findet unsere Autorin.

  
Im Eberstädter Rathaus geht es in diesen Tagen turbulent zu. Stephan Franczak tritt bei der Bürgermeisterwahl nun doch an.
Im Eberstädter Rathaus geht es in diesen Tagen turbulent zu. Stephan Franczak tritt bei der Bürgermeisterwahl nun doch an.  Foto: Mario Berger (klein) /Christiana Kunz (groß)

Wohlwollend könnte man Stephan Franczaks Schlingerkurs gerade noch so als impulsiv durchgehen lassen. Realistisch betrachtet, ist sein Verhalten unfassbar und macht einen sprachlos. Erst will der 47-jährige Bürgermeister von Eberstadt bleiben, zwischendurch will er es ein paar Tage lang nicht, am Ende dann aber doch wieder.

Dieses sprunghafte Agieren beschädigt nicht nur sein eigenes Ansehen, sondern auch die Position des Bürgermeisters als solche. Es geht schließlich nicht um die Rollenverteilung in einem Kasperltheater, sondern um das höchste Amt, das in einer Kommune zu besetzen ist.

Gemeinde sollte im Vordergrund stehen - Stephan Franczak geht es um sich selbst

Doch wo die Gemeinde im Vordergrund stehen sollte, geht es Stephan Franczak wohl hauptsächlich um sich selbst. Dass ihn der frühere stellvertretende Bürgermeister Werner Pfeifer nach seinem Rückzug vergangene Woche in einer Umfrage als Feigling anprangerte, hat den Eberstädter Rathauschef sehr getroffen. Das kann man aus seiner Pressemitteilung herauslesen, und das ist menschlich auch verständlich.

Andererseits: Warum hat sich Stephan Franczak die Frage seiner Kandidatur nicht viel früher und viel gründlicher überlegt? Damit hätte er sich selbst so viel erspart. Nun ist er verfangen in Widersprüchen. Für den Versuch, sie aufzulösen, wird er im Wahlkampf sehr viel Mühe und Kraft aufwenden müssen.


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