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Die Liste der Einsparungen wird erschütternd

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In seiner Kolumne 360 Grad kommentiert Chefredakteur Uwe Ralf Heer die Gartenschaubilanz in Eppingen, Buga-Gerüchte in Heilbronn sowie die harten Einsparungen bei den Kommunen.

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Rund 150.000 Menschen haben bislang die Eppinger Gartenschau besucht.
Rund 150.000 Menschen haben bislang die Eppinger Gartenschau besucht.  Foto: Veigel, Andreas

Sonnige Aussichten gab es zu Beginn der Gartenschau in Eppingen, und auch nachdem ein Drittel der Veranstaltungstage absolviert worden sind, sind keine dunklen Wolken in Sicht. Weder meteorologisch, noch bei der Besucherbilanz. Rund 150.000 Menschen sind bislang gekommen - damit liegt man im Kraichgau im Soll. Entscheidend ist aber, diesen Rückenwind zu nutzen, damit die Besucherzahlen gehalten, beziehungsweise weiter gesteigert werden können. Wobei nicht unbedingt die besonderen Events, die zahlreich geboten werden, für einen zusätzlichen Run sorgen. Es sind die ganz normalen Besuche mit den vielen wechselnden Aktionen, die ankommen.

Ein weiterer Meilenstein ist daneben auch noch geplant: Ein großes Friedenskonzert mit Sängerinnen und Sängern aus Russland, der Ukraine und Weißrussland auf einer Bühne - selbst OB Holaschke wird mitsingen. Ein Signal für den Frieden aus dem Kraichgau - spätestens an diesem Tag könnte ja auch Ministerpräsident Kretschmann mal vorbeischauen, der bislang noch keinen Termin für einen Besuch gefunden hat. Aber so oder so: Die Blütenträume gehen weiter.

Spannende Buga-Zukunft

Mit Blütenträumen hat ja auch Heilbronn beste Erfahrungen. Drei Jahre nach der Bundesgartenschau trifft man den damaligen Chef und heutigen Berater der Buga Mannheim, Hanspeter Faas, immer mal wieder in Heilbronn. Das hat private Gründe, wie bei dem beeindruckenden Abschieds-Event für Experimenta-Macher Wolfgang Hansch. Es könnte aber auch andere Gründe haben. Zum Beispiel jene, dass Rostock die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 zurückgegeben hat.

Welch große Projekte und Hoffnungen hatte man damit an der Ostsee verbunden - vom Bau eines neuen Volkstheaters bis zu einer Brücke über den Fluss Warnow. Nun, viele Projekte wurden auch in Heilbronn mit der Buga 2019 realisiert. Und bis 2025 wäre sicher der Buga-Blitz, diese Brücke der Pleiten, Pech und Mehrkosten, doch endlich fertig. Nicht nur deshalb hält sich hartnäckig das Gerücht, Heilbronn könnte 2025 für Rostock als Buga-Ersatz einspringen. So gesehen ist es ja fast ein Segen, dass die Neubau-Projekte auf dem Buga-Gelände Neckarbogen, mit Ausnahme der Schwarz-Schule, in Zeitverzug geraten sind...

Extremer Sparkurs in den Städten

Wobei die Sache mit den neuen Projekten ja einen großen Haken haben könnte: Überall muss gespart werden. Was heißt gespart. Die Einschnitte in den kommunalen Haushaltsplanungen werden bislang unbekannte Dimensionen erreichen. Und zwar allerorten. Natürlich auch im Kraichgau, in Hohenlohe oder im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Vielerorts werden derartige Giftlisten, die noch versteckt in Schubladen liegen und über die niemand sprechen möchte, erstellt. Schließungen von Schulen, Hallenbädern, Stadthallen oder Sportanlagen, eventuell sogar dem Eisstadion in Heilbronn, sind nicht ausgeschlossen. Noch verschließen zu viele die Augen vor diesem drohenden Szenario.

Volksfest-Start

Auch die Schausteller können die Augen nicht vor der Realität verschließen. Daher ist es umso erstaunlicher, was trotz der Kostensteigerungen an allen Fronten beim heute beginnenden Volksfest Heilbronn auf die Beine gestellt wird. Wenn Sprit, Energie und die Bezugskosten von Waren extrem steigen, dann trifft das die Festbetreiber. Umso wichtiger ist, dass der Re-Start ein Erfolg wird. Dafür hat man sich rund um den neuen Klimawald einiges einfallen lassen. Im 360 Grad Video zeigen wir, auf was man sich alles freuen kann. Das sind dann mal durchaus positive Aussichten.

 


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