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Die Klima-Arena zeigt schon jungen Menschen, wie sie aktiv für den Klimaschutz werden können

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Besonders Schulklassen besuchen die Klima-Arena. Das ist wichtig, denn respektvoll mit dem Planeten umzugehen, kann man nicht früh genug lernen, meint unsere Autorin.

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"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Diese Redewendung, mit der zig Generationen junger Menschen konfrontiert wurden, hat mit Sicherheit die meisten von ihnen einfach nur genervt. Dabei ist viel Wahres dran an dem Spruch, der sich auch ohne Probleme auf die aktuelle Lage an der Klimafront übertragen lässt. Denn wie sehr wir alle den Planeten seit Jahrzehnten ausnehmen, ist nicht erst seit gestern klar.

Und eigentlich sollten wir es alle wissen: Fliegen ist umweltschädlich, Kohlekraftwerke blasen Unmengen Schadstoffe in die Luft, und mit dem Auto zum Bäcker um die Ecke zu fahren, ist mehr als unvernünftig. Die Konsequenzen unserer Handlungen sind uns in Mitteleuropa aber immer noch nicht wirklich bewusst.


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Hinter der Klima-Arena in Sinsheim liegt das erste Jahr seit der Eröffnung 2019, in dem keine coronabedingten Schließungen nötig waren. Foto: Elfi Hofmann
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Für die Sinsheimer Klima-Arena nehmen Besucher auch weite Wege auf sich


Und so wird aus dem kleinen Hänschen ein großer Hans, der die gleichen Fehler macht wie viele Eltern und Großeltern vor ihm. Genau deshalb ist eine Einrichtung wie die Klima-Arena wichtig. Das Bewusstsein wird spielerisch, aber doch mit dem notwendigen Ernst geschärft - wenn man sich darauf einlässt und die Vorschläge umsetzt. Dass bereits für Grundschüler Veranstaltungen angeboten werden, in denen sie angeregt werden, Bestehendes zu hinterfragen und aktiv etwas für den Schutz des Klimas zu tun, ist Gold wert.

Niemand erwartet von dieser Generation, dass sie nicht genauso wie ihre Eltern die Welt bereisen oder jede Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen. Letztendlich geht es darum, dass jeder einen Teil dazu beiträgt, dass diese Generation eben nicht die letzte ist.

Die Besucherzahlen und die unzähligen Schulklassen, die im vergangenen Jahr nach Sinsheim gekommen sind, machen Hoffnung, dass mehr Menschen als gedacht klar ist, auf welche Katastrophe wir zusteuern. Und dass viele von ihnen bereit sind, sich zu ändern, damit sich am Ende der anstrengende Erwachsenenspruch rund um das Hänschen nicht bewahrheitet.

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