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Meinung zur Inflation: Brandgefährlich für Ampel-Koalition

  
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Die Inflationssorgen vieler Bürger könnten der Ampel-Koalition schaden, findet unser Autor.

  

Wenn in einem reichen Land wie Deutschland jeden neunten Bürger die Sorge plagt, wie er seine Lebenshaltungskosten bezahlen soll, läuft etwas falsch. Alles wird immer teurer – diese Klage kommt der Wirklichkeit derzeit ziemlich nahe: An der Tankstelle, im Supermarkt oder bei der Nebenkostenabrechnung spüren die Verbraucher seit Monaten die steigende Inflation. Um 3,1 Prozent sind die Preise in Deutschland im vergangenen Jahr durchschnittlich gestiegen. Das macht sich bei Millionen von Haushalten unmittelbar im Geldbeutel bemerkbar, zumal es auf dem Bankkonto schon lange keine Zinsen mehr gibt.

Nach Lage der Dinge wird sich an der hohen Teuerungsrate zumindest kurzfristig nichts ändern. Vor allem bei den Energiepreisen ist keinerlei Entspannung in Sicht, und die Europäische Zentralbank hat Zinserhöhungen bis auf weiteres ausgeschlossen. Für die neue Bundesregierung ist diese Situation brandgefährlich.

Ob Energiewende, Verkehrswende oder nachhaltigere Landwirtschaft – all diese richtigen und wichtigen Projekte sind für die Bürger zunächst mit höheren Kosten verbunden. Der Akzeptanz der Ampel-Politik könnte das massiv schaden. Die Regierung muss deshalb die besonders betroffenen Menschen finanziell entlasten. Mit einem Heizkostenzuschuss von 135 Euro pro Jahr ist es nicht getan.


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Frankfurt/Bonn (dpa)
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