Dämpfer für die Obersulmer Kommunalpolitik
Die Entscheidung, das Baugebiet in Willsbach zurückzustellen, ist richtig, meint unsere Autorin.
Das geplante Willsbacher Neubaugebiet erst einmal nicht weiter zu verfolgen, beschert der Kommunalpolitik einen gewaltigen Dämpfer. Sechs Jahre Planung für dringend benötigten Wohnraum enden damit vorläufig im Nichts. Es dauerte nur eine Stunde, bis sich die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat verschoben.
Es hat sich bezahlt gemacht, dass Bürgermeister Björn Steinbach gebetsmühlenartig die Argumente wiederholt hat. Ohne eine Anbindung an die Umgehungsstraße – wann immer und ob sie überhaupt kommen mag – kann die mehr als fünf Hektar große Fläche nicht entwickelt werden.
Anwohner haben Finger in die Wunde gelegt
Auch wenn das Verkehrsgutachten zu einem anderen Ergebnis kommt: Wer die Örtlichkeiten kennt, dem ist klar, dass die Ein- und Ausfahrt aus einem Gebiet mit rund 400 zusätzlichen Einwohnern über das Nadelöhr Heerweg in die B39 zu Stoßzeiten den Verkehr in der Ortsdurchfahrt kollabieren lässt. Die Anwohner, die sich gegen eine Neubebauung formiert haben, haben den Finger in die Wunde gelegt.
Mit den innerörtlichen Möglichkeiten und der Fläche am Salzberg in Eschenau hat die Verwaltung zwar Alternativen präsentiert, aber auch da wird es dauern, bis Häuser stehen. Ganz abgesehen davon, dass auch die Frankenstraße ein Nadelöhr ist.
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