Audi-Halbjahresbilanz: Starke Leistung trotz weniger Gewinn – Risiken bleiben
Trotz weniger Gewinn als im Vorjahreszeitraum: Das Jahr ist bislang gut gelaufen für Audi. Es gibt aber Fragezeichen, ob das tatsächlich so bleibt, meint unser Autor.

Es ist durchaus bemerkenswert: In einem Jahr, in dem Audi kaum neue Modelle in den Handel bringt, hat der Hersteller seine Auslieferungen im ersten Halbjahr trotzdem deutlich gesteigert und damit auch den Umsatz. Dass unter dem Strich weniger Gewinn bleibt als im Vorjahreszeitraum, mag ärgerlich sein. Aber dennoch 3,4 Milliarden Euro zu verbuchen in einer Zeit, in der es mehr Ungewissheit als Sicherheit gibt, ist eine starke Leistung.
Man darf aber nicht vergessen, dass das nur eine Momentaufnahme ist. Hinter vorgehaltener Hand ist bereits zu hören, dass der Auftragseingang derzeit alles andere als zufriedenstellend ist. In vielen Märkten werden die Verbraucher zurückhaltender. Vor allem in China fehlen bei Audi die passenden E-Autos. Bis die verfügbar sein werden, vergeht noch einiges an Zeit.
Schwieriges Jahr für Audi-Standort Neckarsulm
Die deutschen Konkurrenten BMW und Mercedes bringen derzeit viele neue Modelle auf den Markt. Zudem spürt Audi wie alle anderen den Druck der Mitbewerber aus China, die immer mehr nach Europa drängen. Erfolgreich zu bleiben ist für die Marke mit den vier Ringen schwerer denn je.
Insbesondere für den Audi-Standort Neckarsulm ist das laufende Jahr ein schwieriges. Die Nachfrage für die drei Kernmodelle A6, A7 und A8 war schon deutlich besser. Und so wird die Mannschaft von Werkleiter Fred Schulze wohl auch in diesem Jahr nur etwa die Hälfte der möglichen Kapazität von 300.000 Fahrzeuge fertigen. Besserung verspricht erst das nächste Jahr, wenn am Standort in der Region der neue A5 und der neue A7 an den Start gehen.
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