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Unternehmen müssen mobiles Arbeiten ermöglichen – der Mangel an Arbeitskräften zwingt sie dazu

  
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Die Wirtschaft muss sich den geänderten Rahmenbedingungen stellen, findet unser Autor. Sie wird davon profitieren, denn wenn Arbeitnehmer ihren Arbeitstag besser nach ihren Bedürfnisse gestalten können, fördet das Motivation und Kreativität.

  

Homeoffice ist aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Zwar ist die Corona-Pandemie als Treiber des mobilen Arbeitens glücklicherweise vorbei. Doch die Zeiten der Dauerpräsenz im Unternehmen sind es ebenso. Fast jeder fünfte Beschäftigte arbeitete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr zumindest gelegentlich von zu Hause − 2019 waren es lediglich 12,8 Prozent.

Die Menschen haben sich also an das mobile Arbeiten gewöhnt − und man kann davon ausgehen, dass die Quote weiter steigen wird. Alleine der massive Mangel an Arbeitskräften zwingt die Unternehmen dazu, möglichst flexible Arbeitsbedingungen zu schaffen. Vor allem junge Bewerber fragen in Vorstellungsgesprächen eher nach Arbeitszeitmodellen als nach dem Gehalt.

Sorge vor Produktivitätsverlusten durch Homeoffice sind unbegründet

Die Wirtschaft muss sich diesen geänderten Rahmenbedingungen stellen, die auch große Chancen eröffnen. Neben dem Vorteil der Flexibilität lässt sich die oft geforderte Diversität in Unternehmen besser umsetzen, wenn es egal ist, wo die einzelnen Mitarbeiter sitzen. Und die Sorge vor Produktivitätsverlusten im Homeoffice sind nach den bisherigen Erfahrungen unbegründet.

Wer der Arbeit eher aus dem Weg geht, kann das auch im Büro tun. Umgekehrt fördert es die Motivation und die Leistung, wenn man den Arbeitstag den eigenen Bedürfnissen anpassen kann.


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