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Am 8. März ist Weltfrauentag: Zu Gleichberechtigung ist es aber noch ein weiter Weg

  
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In den letzten 100 Jahren wurde viel erreicht, trotzdem müssen Frauen weiter für Gleichberechtigung kämpfen. Die Angst vor Feminismus ist dabei unbegründet, findet unsere Autorin.

  

Über hundert Jahre gibt es den Weltfrauentag - und in diesen hundert Jahren ist viel passiert, zum Glück. Seit 1918 dürfen Frauen in Deutschland wählen, seit 1958 Auto fahren und arbeiten, ohne die Zustimmung ihres Ehemanns zu benötigen. Es geht voran, Frauen kämpfen für Chancengleichheit im Beruf, für mehr Bildungsgerechtigkeit, für gleichen Lohn.

Gesellschaft ist weiterhin großteils auf Männer ausgerichtet

Der Punkt hierbei ist: Das passiert, weil Frauen dafür kämpfen, was richtig ist, aber auch anstrengend. Es kann zermürbend sein, zu sehen, wie langsam Veränderung passiert und wie festgefahren patriarchale Strukturen sind. Unser gesamtes Gesellschaftssystem ist bisher größtenteils auf Männer ausgerichtet: Unser Zusammenleben, die Arbeitswelt, die Bildung, die Medizin. Mädchen werden in der Schule anders bewertet als Jungs, zeigt eine neue Studie, Herzinfarkte äußern sich bei Frauen völlig anders als bei Männern, auch das war fatalerweise lange unbekannt.

Feminismus bedeutet Gleichberechtigung

Die Behauptung, Feminismus würde bedeuten, Männer zu benachteiligen, ist schlicht falsch. Die Forderung nach Gleichberechtigung, nach Sichtbarkeit und mehr Raum für Frauen, hat nichts damit zu tun, Männern irgendetwas wegzunehmen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es wäre schön, wenn der Weg zum Ziel nicht ganz so lang wäre.


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