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Weinköniginnen bewegen sich ganz auf Höhe der Zeit

  
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Das Amt einer Deutschen Weinkönigin ist nach wie vor zeitgemäß, betont unser Autor.

  
Eine Frau hält die Krone einer Weinkönigin in den Händen.
Eine Frau hält die Krone einer Weinkönigin in den Händen.  Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Nette Mädels mit Dirndl, die bei Weinfesten Gedichte aufsagen, im Idealfall vom Heilbronner Wengerterpoeten Hermann Able, die ein Krönchen tragen und manchmal vielleicht sogar einen in der Krone haben: Sorry, aber etliche Zeitgenossen bringen das Amt einer Weinkönigin tatsächlich mit solch überkommenen Klischees in Verbindung.

Mag sein, dass hie und da manche Provinzregentin vielleicht ein unglückliches Bild abgibt. Doch wer den Mut hat, sich einer Fachjury zu stellen, und dabei nicht nur als Fachfrau eine gute Figur macht, sondern womöglich vor einem Millionenpublikum im TV und online: Solche Frauen sind nicht aus der Zeit gefallen, sondern bewegen sich ganz auf Höhe der Zeit.

 


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Weinköniginnen brillieren mit Fachwissen

Ist eine "Miss Wine" ein Angriff auf die Emanzipation, ein Lustobjekt für Wengerter, und ist eine Monarchin demokratiefeindlich? Nun, man kann es mit Kritik auch übertreiben und spaßfrei bleiben!

Selbst die despektierlichen Klischees lassen sich zum Positiven wenden: Dirndl sind offenbar absolut hipp, weit über die Oktoberfeste hinaus, Marketingfiguren und Königinnen stehen überall hoch im Kurs. Und Gedichte? Wer sich mit einer Wein-Repräsentantin unterhält, merkt schnell, dass sie nicht nur Poesie und flotte Sprüche draufhat, sondern mit jeder Menge Fachwissen brillieren kann und nicht nur Kritiker des Amtes, sondern manchen männlichen Standesvertreter blass aussehen lässt.

 

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