Ohne stattliche Prämien für E-Autos gelingt der Abschied vom Verbrenner nicht
Ohne die Förderung gäbe es in Deutschland keinen Boom der Elektroautos, meint unser Autor.
Es gibt viele gute und zutreffende Argumente für und gegen das Elektroauto. Die stark wachsende Zahl der Stromer in Deutschland überrascht nicht wirklich. Schließlich nimmt die Zahl der entsprechenden Modelle ständig zu, der Ausbau der Ladesäulen kommt ebenfalls voran. Man darf sich bei der positiven Entwicklung aber keinen Illusionen hingeben.
Nicht jeder ist von der Technologie überzeugt. Für viele ist die stattliche Prämie von bis zu 9000 Euro und mehr der entscheidende Grund, um Abschied vom Verbrennungsmotor zu nehmen. Sieht man mal von wenigen Ausnahmen ab, sind selbst Kleinwagen mit elektrischem Antrieb kaum unter 30.000 Euro zu haben. Ohne einen finanziellen Anreiz würde der Markt gerade in den unteren Segmenten ziemlich schnell in die Knie gehen.
Bislang sind die Kosten für die Batterien immer noch extrem hoch. Bis ein E-Auto preislich auf dem Niveau eines Fahrzeugs mit Benzin- oder Dieselmotor ist, werden noch einige Jahre vergehen. Bis es soweit ist, muss der Markt für die lokal emissionsfreien Stromer gestützt werden durch entsprechende Förderungen seitens des Staats und der Hersteller. Denn eines ist klar: Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität wird es ohne Elektroautos nicht gehen. Klimaschutz ist wichtig, er hat aber eben auch seinen Preis.
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