Günstig schlägt teuer: Nur zwei Sonnencremes glänzen mit Bestnote „sehr gut“
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Öko-Test prüft 26 Sonnenschutzmittel – und ausgerechnet die günstigsten schneiden am besten ab. Die teuerste Marke enttäuscht mit vermeidbaren Schwächen.
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Öko-Test (Heft 06/2025) hat 26 Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (50 und 50+) umfassend geprüft – von Inhaltsstoffen über den gemessenen Lichtschutzfaktor bis hin zu Verpackung und Kennzeichnung.
Im Testbericht schneiden zwölf Produkte mit „gut“ ab – doch nur zwei erhalten die Gesamtnote „sehr gut“.
Hinweis: Die genannten Preise wurden am 30. April 2026 erhoben.
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland – und die Fallzahlen steigen seit Jahren. Laut dem Arztreport 2025 der Krankenkasse Barmer hat sich die Zahl der Menschen mit der Diagnose schwarzer Hautkrebs seit 2005 mehr als verdoppelt, bei weißem Hautkrebs haben sich die Fallzahlen sogar fast verdreifacht. Der wichtigste Auslöser: UV-Strahlung.
Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor gilt als zentrale Schutzmaßnahme – doch hält das Versprechen auch, was auf der Verpackung steht? Und muss guter Schutz teuer sein? Öko-Test hat 26 Sonnenschutzmittel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis überrascht: Nur zwei Produkte überzeugten in allen entscheidenden Kategorien – und beide zählen zu den günstigsten im gesamten Testfeld.
Sonnencremes bei Öko-Test: Nur zwei Testsieger mit Gesamtnote „sehr gut“
Laut Öko-Test überzeugten die meisten Produkte zumindest in Teilen – doch nur zwei schafften es, sowohl beim Lichtschutzfaktor als auch bei den Inhaltsstoffen die Note „sehr gut“ zu erhalten und damit auch im Gesamturteil mit „sehr gut“ abzuschneiden.
Diese beiden Sonnenschutzmittel sind die einzigen Testsieger:
Sun D’Or Sonnenmilch LSF 50 (Edeka, 250 ml) – Gesamtnote „sehr gut“ – 1,88 Euro pro 100 ml
Sundance Sonnencremegel Sport LSF 50 (dm, 150 ml) – Gesamtnote „sehr gut“ – 2,63 Euro pro 100 ml
Infobox: Sonnencreme richtig auftragen
Rechtzeitig auftragen: Vor dem Sonnenbaden gleichmäßig auf alle unbedeckten Hautstellen auftragen.
Genug verwenden: 3 bis 6 Esslöffel für den ganzen Körper, etwa ein Teelöffel für Gesicht und Hals. Zu wenig Creme bedeutet weniger Schutz als angegeben.
Stellen nicht vergessen: Ohren, Nacken, Nasenrücken, Schultern, Dekolleté sowie Hand- und Fußrücken werden häufig ausgelassen.
Nachcremen: Nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen nachcremen – das erhält das Schutzniveau, verlängert die Sonnenzeit aber nicht.
Sonnencreme allein reicht nicht: Mittagssonne meiden, Kleidung und Sonnenbrille tragen. Sonnencreme ist nur eine von mehreren Schutzmaßnahmen.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
Teure Marken haben im Sonnencreme-Test das Nachsehen
Ein hoher Preis ist dabei keine Garantie für ein gutes Gesamturteil. Die Lancaster Sun Beauty Body Milk SPF 50 – mit durchschnittlich 9,14 Euro pro 100 ml die teuerste Sonnencreme im Test – erhielt von Öko-Test nur die Gesamtnote „befriedigend“. Trotz „sehr gutem“ Lichtschutzfaktor kritisiert Öko-Test schwer abbaubare Kunststoffverbindungen in der Rezeptur, einen allergieauslösenden Duftstoff sowie fehlende Warn- und Anwendungshinweise zur Hautkrebsprävention.
Insgesamt erhielten elf Sonnenschutzmittel die Note „gut“, drei weitere wurden mit „ausreichend“ bewertet. Zwei Produkte fielen hingegen mit „mangelhaft“ durch – darunter auch eine der beiden zertifizierten Naturkosmetik-Cremes.
Transparenzhinweis Preise: Bei Sun D’Or und Sundance handelt es sich um aktuelle Filialpreise – 4,69 Euro für 250 ml bzw. 3,95 Euro für 150 ml. Der Preis für Lancaster basiert auf dem Durchschnitt aktueller Onlineangebote für die 400-ml-Flasche (36,55 Euro). Da der Lancaster-Preis im Onlinehandel stark schwankt und regelmäßig Rabattaktionen laufen, lohnt sich ein Blick in Preisvergleichsportale. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden alle Preise auf 100 ml umgerechnet.
Öko-Test: Kritik an Inhaltsstoffen und Schutzwirkung
In fünf von 26 getesteten Sonnenschutzmitteln wurde der verbotene Weichmacher DnHexP gefunden. Der Stoff kann im Körper ähnlich wie ein Hormon wirken und entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung eines gängigen UV-Filters. In einem Fall lag der Wert sogar über dem behördlichen Orientierungswert – das führte zu einer deutlichen Abwertung. Gleichzeitig zeigt der Test, dass es auch ohne geht: Mehrere Produkte mit demselben UV-Filter waren frei von DnHexP.
Erstmals hat Öko-Test den Lichtschutzfaktor (LSF 50) mit einer neuen Labormethode überprüft – ganz ohne Tests an Menschen. Das Ergebnis: Zehn Produkte erreichten nicht einmal 75 Prozent des versprochenen Schutzes, ein Mittel fiel besonders deutlich durch. Welche Produkte betroffen sind und wie die weiteren Bewertungen ausfallen, zeigt der vollständige Sonnencreme-Test in Öko-Test Heft 06/2025 (kostenpflichtig).
So hat Öko-Test die Sonnenschutzmittel geprüft
Für den Test kaufte Öko-Test 26 Sonnenschutzmittel in Drogerien, Supermärkten, Discountern und Onlineshops ein – darunter zwei zertifizierte Naturkosmetikprodukte.
Die wichtigsten Prüfkategorien im Überblick:
Inhaltsstoffe und Schadstoffe: Alle Produkte wurden auf den verbotenen Weichmacher DnHexP, deklarationspflichtige Duftstoffe sowie bedenkliche UV-Filter wie Octocrylen untersucht. Produkte mit mineralischen UV-Filtern wurden zusätzlich auf Schwermetalle geprüft – ohne Befund.
Lichtschutzfaktor: Erstmals wurde der LSF mit einer neuen laborbasierten Methode ohne Versuche an Menschen bestimmt. Geprüft wurde, ob der gemessene Wert mit dem deklarierten übereinstimmt.
Verpackung und Kennzeichnung: Geprüft wurden Recyclinganteile in Kunststoffverpackungen, vollständige Warn- und Anwendungshinweise sowie missverständliche Werbeaussagen.
Fazit: Zwölf der 26 getesteten Sonnencremes schnitten mit „gut“ ab, zwei mit „sehr gut“. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ist laut Experten deutlich größer als das Risiko durch Inhaltsstoffe in der Sonnencreme. Dass ein „sehr guter“ Sonnenschutz nicht teuer sein muss, zeigen die beiden Testsieger eindrücklich.
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