Berlin (dpa/tmn)

Spiel zeigt: So gefährlich ist Alkohol am Steuer

  
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Bei Trunkenheitsfahrten ist die Wahrnehmung eingeschränkt. Man macht schnell Fahrfehler. Wie schnell, das demonstriert ein Online-Game mit klarer Botschaft.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat bietet das als Web-App konzipierte Game «Die letzte Runde» kostenlos an.
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat bietet das als Web-App konzipierte Game «Die letzte Runde» kostenlos an.  Foto: Nico Tapia/dpa-tmn

Ein Alkoholunfall jede Viertelstunde: Das ist - vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) statistisch betrachtet - die Folge von Trunkenheitsfahrten im Straßenverkehr hierzulande.

Die Unfallzahlen kommen nicht von ungefähr: Schon ab 0,3 Promille ist das Sehfeld eingeschränkt und man reagiert verlangsamt. Um das zu verdeutlichen, hat der DVR ein Browserspiel entwickelt, das demonstriert, in welchem Ausmaß Alkohol die Fahrtüchtigkeit beim Autofahren beeinflusst.

Zweimal fahren: einmal nüchtern, einmal simuliert betrunken

Bei dem Fahr-Game, das den betont unheilvollen Titel «Die letzte Runde» trägt, handelt es sich um ein sogenanntes Filterspiel. Das bedeutet, dass man zuerst eine Strecke ganz normal fährt. Direkt danach geht es wieder auf Tour, dann aber mit simulierten Wahrnehmungseinschränkungen, die den Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit unter Alkoholeinfluss ähneln.

Und so funktioniert's: Am besten auf Smartphone oder Tablet die DVR-Web-App «Runter vom Gas» öffnen («App.runtervomgas.de»), oben auf die «Die letzte Runde»-Kachel tippen, dann auf «Spiel starten». Den Anweisungen folgen - und los geht's.

Drei Buttons zum Steuern genügen vollkommen

Die Steuerung könnte einfacher nicht sein: ein Button zum Linkslenken, ein Button zum Rechtslenken. Und ein Button dazwischen zum Bremsen; hält man diesen gedrückt, hält der Wagen an. Wer das Spiel auf einem Rechner öffnet, nutzt einfach die Pfeiltasten zum Lenken und die Leertaste zum Bremsen.

Während die erste Fahrt noch ein Kinderspiel ist, schlägt der Alkohol-Effekt auf der zweiten Strecke gnadenlos zu: Verengtes Sichtfeld, verzögerte Steuerung - und schon ist man über eine rote Ampel gerauscht. Am besten einfach mal ausprobieren. Die Fahrfehler werden im Spiel jedes Mal mit Hinweisen und Lernimpulsen eingeordnet. Die Botschaft ist klar: «Don't drink and drive».

Jetzt ist alles noch einfach: Die erste Runde fahren ist ein Kinderspiel - kein Wunder, denn die Promille-Simulation startet erst im zweiten Durchgang.
Jetzt ist alles noch einfach: Die erste Runde fahren ist ein Kinderspiel - kein Wunder, denn die Promille-Simulation startet erst im zweiten Durchgang.  Foto: Nico Tapia/dpa-tmn
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