«Dragon Quest»-Remake mit Knuddel-Optik und Auto-Kämpfen
Eine Game-Ikone im neuen Look: Wie ein Rollenspiel-Remake mit mehr Tempo und ein paar weiteren Kniffen Neulingen den Einstieg ins Abenteuer erleichtern will.

Die «Dragon Quest»-Reihe gehört zu den erfolgreichsten Rollenspielserien, insbesondere in Japan. Seit fast 40 Jahren gibt es die Videospielreihe bereits. Ein aktueller Titel lässt seit der Ankündigung 2021 auf sich warten. Dafür hat Square Enix nun ein Remake von «Dragon Quest VII» auf den Markt gebracht.
Und das ist im Vergleich zur Vorlage deutlich entschlackt. Denn Kritiker hatten insbesondere die ersten Stunden des Originals als langweilig und zäh beschrieben – so kam es beispielsweise erst nach über zwei Stunden nach Spielstart zum ersten Kampf. Das ist nun deutlich anders.
Optik und Sound verbessert
Wie bei Remakes üblich wurde ordentlich an der Optik und am Sound geschraubt. Square Enix nimmt sich ein Beispiel am Remake von «The Legend of Zelda: Link’s Awakening» und verpasst dem Game eine spielzeugähnliche, knuddelige Grafik - in der der Zeichenstil von «Dragon Ball»-Erfinder Akira Toriyama nach wie vor stark durchkommt.
Die Geschichte besteht weiterhin aus vielen einzelnen Storys, die sich nach und nach zu einem großen Bild zusammenfügen. Der Protagonist startet auf einer Insel in einem großen Meer. Über eine Art Tempel gelangt er mit Mitstreitern auf eine andere Insel, trifft dort auf eine neue Mitstreiterin und diverse Monster, die sich ihnen in den Weg stellen.
Spiel vereinfacht und gekürzt
Die Kämpfe laufen, wie in japanischen Rollenspielen üblich, rundenbasiert. Die Spielenden haben dafür eine klassische Gruppe an Charakteren, die unterschiedliche Rollen einnehmen, etwa Heilung, Kampf und Magie. Nach den Kämpfen gibt es Belohnungen und Erfahrungspunkte, die zum Levelaufstieg und besseren Werten führen.
Die taktische Tiefe hält sich dabei in Grenzen. Und das scheinen die Entwickler auch zu wissen, denn die Kämpfe können auch einfach automatisch geführt werden. Das Spiel wurde außerdem in einigen weiteren Punkten vereinfacht. So haben nun beispielsweise alle Charaktere Zugriff auf eine gemeinsame Item-Tasche, die Items müssen den Charakteren also nicht mehr individuell zugewiesen werden.
Einstieg für «Dragon Quest»-Neulinge
Diese Vereinfachungen und Abschnitte mögen Fans ein Dorn im Auge sein. Gleichzeitig erleichtern sie Neulingen den Einstieg in die Reihe kolossal. Das Game lässt sich mit den einzelnen Inseln auch recht gut episodisch spielen.
«Dragon Quest VII Reimagined» gibt es für Nintendo Switch und Switch 2, Xbox Series X/S, Playstation 5 und PC und kostet rund 60 Euro. Die USK-Altersfreigabe liegt bei sechs Jahren.




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