Unglück in Washington
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Mehrere Leichen nach Flugzeugabsturz geborgen – Kollision mit Militärhubschrauber

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In Washington ist in der Nacht ein Passagierflugzeug mit einem Militärhelikopter kollidiert. Die Einsatzkräfte suchen nach Überlebenden, fanden bislang mehrere Leichen nach dem Absturz

von unserer Redaktion und dpa

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Es ist eine gespenstische Szene in Washington mitten in der Nacht zum Donnerstag: Entlang des Ufers vom Potomac-Fluss heulen Sirenen, ihr schrilles Echo trägt sich über das Wasser - dort spiegeln sich rote und blaue Lichter. Hier suchen Einsatzkräfte fieberhaft nach Überlenden, denn es hat sich ein schreckliches Flugzeugunglück ereignet. Rund um den Flughafen sind unzählige Rettungskräfte im Einsatz, ihre Fahrzeuge rasen mit blinkenden Lichtern in alle Richtungen, wie dpa-Reporterinnen berichten. Über dem Fluss fliegen Hubschrauber. 

Kollision mit Militärhubschrauber: 64 Menschen an Bord des Passagierflugzeugs

Nahe dem Ronald-Reagan-Airport (DCA) ist eine Passagiermaschine mit 64 Menschen an Bord beim Landeanflug mit einem US-Militärhelikopter kollidiert. Die Suche nach Überlebenden läuft auf Hochtouren, viele Tote werden befürchtet. Feuerwehrboote sind im Einsatz, Rettungskräfte durchsuchen sowohl das Wasser als auch das Ufergebiet. 

Laut Medienberichten sollen mehrere Leichen geborgen worden sein. as berichteten die Sender NBC und CBS unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. CBS berief sich auf einen Polizisten vor Ort und sprach von mindestens 18 geborgenen Leichen. Es seien bislang keine Überlebenden gefunden worden. 

Rettungsboote sind auf dem Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport nach dem Flugzeugabsturz im Einsatz.
Rettungsboote sind auf dem Potomac River in der Nähe des Ronald Reagan Washington National Airport nach dem Flugzeugabsturz im Einsatz.  Foto: Alex Brandon (AP)

Erschwerend kommen die Temperaturen hinzu – in den vergangenen Tagen lagen sie weit unter dem Gefrierpunkt, erst am Mittwoch wurde es merklich wärmer. Das Wasser des Flusses ist immer noch klirrend kalt und an einigen Stellen gefroren.

Video zeigt Kollision über Washington – Flugzeug stürzt ab

Auf der Plattform X verbreitete sich kurz nach dem Unglück ein Video, auf dem ein großer Feuerball am dunklen Himmel zu sehen war. Auch aus der Ferne sieht die Szene zwischen dem Hauptstadtflughafen und der nahegelegenen Stadt Alexandria im Bundesstaat Virginia dramatisch aus. Im ganzen Großraum Washingtons sind Sirenen zu hören.

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Laut Luftfahrtbehörde FAA handelte es sich bei dem Passagierflugzeug um eine Maschine des Typs Bombardier CRJ700 von American Airlines, die aus dem Bundesstaat Kansas gekommen ist. Bei dem Helikopter handelte es sich nach Angaben der FAA um einen Sikorsky H-60, ein Modell aus einer Familie militärischer Mehrzweckhubschrauber. Eine bekannte Variante dieses Typs ist der Black Hawk. 

Kollision in Washington: US-Militärhelikopter auf Übungsflug

Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf einen Beamten des Verteidigungsministeriums, dass sich drei Personen an Bord befunden hätten. Da in Helikoptern über der US-Hauptstadt häufig Politiker und hochrangige Militärangehörige reisen, stellte der Beamte klar, dass sich kein „VIP“ an Bord befunden habe. Medien nach war der Helikopter auf einem Übungsflug.

Der Luftraum über Washington ist stark frequentiert – neben dem zivilen Flugverkehr sind hier häufig Militärmaschinen und Regierungsflugzeuge unterwegs. In Deutschland rammte ein US-Militärfahrzeug mehrere Autos auf der A81. Die Insassen wurden nur leicht verletzt.

Flugzeugabsturz in Washington: Anzahl der Opfer unklar

Wie groß das Ausmaß des Unglücks war, blieb zunächst unklar. „Es liegen keine bestätigten Informationen über Opferzahlen vor“, teilte die Polizei von Washington bei X mit. Eine großangelegte Rettungsaktion sei im Gange. Die Bundespolizei FBI teilte nach Angaben des Senders NBC News mit, es gebe keine Hinweise auf Kriminalität oder Terrorismus.

US-Präsident Donald Trump will zeitnah über die weiteren Entwicklungen informieren. Das teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bei X mit. „Möge Gott ihre Seelen segnen“, hieß es in der Stellungnahme weiter. Trump dankte den Rettungskräften darin außerdem für ihre „großartige Arbeit“. 

Nach Flugzeugabsturz: Trump und Vance melden sich auf X

Zuvor hatte sich bereits Trumps Stellvertreter J.D. Vance zu Wort gemeldet. „Bitte betet für alle, die heute Abend in die Kollision in der Nähe des Reagan-Flughafens verwickelt waren“, schrieb der Vizepräsident bei X. „Wir beobachten die Situation, aber hoffen wir erst einmal das Beste.“

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Zuletzt stürzte in den USA im Jahr 2009 ein Passagierflugzeug mit einer vergleichbaren Anzahl an Menschen an Bord ab – in der Nähe von Buffalo im Bundesstaat New York. Damals kamen alle 49 Insassen sowie eine Person am Boden ums Leben.

Flughafen in Washington stellt Betrieb nach Absturz ein

Der DCA hat nach dem Absturz den Betrieb eingestellt. Der Flughafen bleibt bis Freitagfrüh (Ortszeit) geschlossen. „Alle Starts und Landungen wurden (...) gestoppt“, erklärte der Flughafen auf der Plattform X. Man werde zeitnah weitere Informationen bereitstellen. 

Der stark frequentierte Flughafen DCA befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum am Fluss Potomac und bedient hauptsächlich Inlandsflüge.

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