Der vermutlich durch eine Schiffsschraube verletzte Buckelwal war vor Wismar gestrandet. Am Mittwoch (1. April) waren die Rettungsversuche eingestellt worden. Nach Angaben von Experten vor Ort wird das Tier wohl in der Bucht sterben.
Wal Timmy liegt in der Ostsee im Sterben: Keine neuen Rettungsversuche
Es soll keine neue Rettungsaktion für den gestrandeten „Timmy“ in der Ostsee geben. Der Buckelwal liege laut Experten im Sterben – durch weitere Versuche würde das Tier nur leiden.
Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal „Timmy“ hat die Nacht überlebt und wird weiter in Ruhe gelassen. Die Lage des Tieres sei unverändert, sagte der Sprecher des Schweriner Umweltministeriums, Claus Tantzen. „Er atmet noch“, bestätigte er. Außerdem soll der Wal in der Nacht leichte Aktivitäten gezeigt haben.
Rettungsversuche sollen weiterhin mit Blick auf das Tierwohl nicht unternommen werden, sagte der Sprecher nach einer Lagebesprechung am Freitagvormittag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Keine neue Rettungsaktion für gestrandeten Buckelwal in der Ostsee
Mit Blick auf ein Angebot von privater Seite, den im Schlick liegenden Wal freizubaggern, sagte der Sprecher, es werde keine Genehmigung dafür geben. „Man würde das Tier nur weiterem Stress aussetzen und müsste davon ausgehen, dass es bei nächster Gelegenheit wieder strandet.“
Die Behörden haben eine 500-Meter-Schutzzone um den Wal gezogen, die nicht befahren werden darf. Das Umweltministerium zeigte sich generell offen gegenüber Wal-Schutzideen für die Zukunft.
„Timmy“ liegt laut Experten im Sterben – Wal reagiere nicht mehr auf Boote
Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei.
Am Dienstag hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens entschieden, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Diese Entscheidung wird auch von dem International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt.
Es betont auch, dass das Tier durch weitere Rettungsversuche nur mehr leiden würde. Timmys Fall gilt als weltweit einzigartig.
Stimme.de