Grindavík evakuiert
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Vulkanausbruch auf Island: Erdbebenschwarm in den Morgenstunden war Vorbote

  
Erfolgreich kopiert!

Erneut bricht auf Island ein Vulkan aus. Ein Touristen-Hotspot und ein Fischerort wurden bereits evakuiert. Das gesamte Ausmaß wird derzeit noch untersucht.

Von red/dpa
Ein Blick auf den Vulkanausbruch in der Nähe der Stadt Grindavik auf der Halbinsel Reykjanes.
Ein Blick auf den Vulkanausbruch in der Nähe der Stadt Grindavik auf der Halbinsel Reykjanes.  Foto: Marco di Marco/AP/dpa

Auf der Reykjanes-Halbinsel, südwestlich der isländischen Hauptstadt Reykjavic, hat am Dienstagvormittag ein erneuter Vulkanausbruch begonnen. Der isländischen Wetterbehörde zufolge brach der Vulkan in der Nähe des Fischerortes Grindavík aus. Live-Aufnahmen des Rundfunksenders RÚV zeigten, wie die Lava aus einem riesigen Riss an die Erdoberfläche gelangte.

Vulkan bricht auf isländischer Reykjanes-Halbinsel aus

Der Erdriss war nach Angaben der Wetterbehörde zunächst etwa 500 Meter lang, wurde aber immer länger. Ein Hubschrauber soll in Kürze in die Luft steigen, um den genauen Ort und das genaue Ausmaß der Eruption festzustellen.

In den Morgenstunden hatte sich der bevorstehende Ausbruch mit einem immer stärker werdenden Erdbebenschwarm in der Region angekündigt. Das bei Touristen beliebte Geothermalbad Blaue Lagune wurde in der Zwischenzeit ebenso schnell evakuiert wie Grindavík, wo Rettungskräfte davon berichteten, die Beben vor Ort zu spüren. Es wurde befürchtet, dass sich innerhalb des Ortes Risse im Erdboden auftun könnten. Dennoch hätten sich acht Menschen entschlossen, in Grindavík zu bleiben, berichtete RÚV unter Berufung auf die Polizei.

Halbinsel Islands erlebt erneuten Vulkanausbruch am Dienstag

Auf der Reykjanes-Halbinsel sind solche sogenannten Spalteneruptionen längst keine Seltenheit mehr: Der aktuelle Ausbruch ist der elfte seit 2021 und der achte allein seit Dezember 2023. Zuletzt war es im vergangenen November zu einer Eruption gekommen, die damals rund zweieinhalb Wochen andauerte. 

Erste Anzeichen deuteten nun auf einen noch größeren Ausbruch als bei den vorherigen Eruptionen hin: Nach Angaben der Wetterbehörde ist der unterirdische Magmatunnel schätzungsweise satte elf Kilometer lang.

Nach oben  Nach oben