In Nordschweden
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Jetzt im Livestream: Kirche von Kiruna zieht um – Stadt mit Verbindung nach Öhringen

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Der Ortskern in Kiruna wird umgesiedelt – und auch die historische Kirche bekommt einen neuen Standort. Die nordschwedische Stadt hat eine besondere Verbindung nach Öhringen.

Von dpa/tak
Auf einem speziell konstruierten Wagen mit 224 Rädern wird die Kirche von Kiruna für den Umzug mit einer Geschwindigkeit von einem halben Kilometer pro Stunde bewegt.
Auf einem speziell konstruierten Wagen mit 224 Rädern wird die Kirche von Kiruna für den Umzug mit einer Geschwindigkeit von einem halben Kilometer pro Stunde bewegt.  Foto: Fredrik Sandberg

Eine 672 Tonnen schwere Holzkirche in Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, muss umziehen – und das im Ganzen. Dahinter steckt die Umsiedelung des ganzen Ortskerns. Stimme-Leser können den Kirchenumzug im Livestream verfolgen.

Umzug von Kirche in Kiruna – nordschwedische Stadt mit Verbindung nach Öhringen

Der Umzug der historischen Kirche in Kiruna hat am Dienstagmorgen begonnen. Am Mittwoch steht die Ankunft bevor. Sehen Sie den Umzug der Kirche jetzt im Livestream:


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Auch in Öhringen schauen derzeit sicher viele gespannt nach Kiruna. Seit 1994 bestehen Beziehungen zur nördlichsten Stadt Schwedens über dem Polarkreis. Das geht zurück auf eine Öhringer Gruppe, die mit dem damaligen Oberbürgermeister Jochen K. Kübler Wandertage auf dem Königspfad verbrachten und anschließend herzlich im Rathaus von Kiruna empfangen wurden.

Seitdem gibt es zwar keine offizielle Städtepartnerschaft, doch es kam immer wieder zu Besuchen und Gegenbesuchen, auch von Jugendlichen aus Öhringen und Kiruna. Es fanden außerdem Lappland-Tage in Öhringen statt, wo auch der Oberbürgermeister und Erste Bürgermeister von Kiruna an die Ohrn kamen. Auch die Volkstanzgruppe aus Kiruna war schon in Öhringen. Private Freundschaften entwickelten sich. 

Historische Kirche in Kiruna zieht um – das sind die Hintergründe

Die Kirche ist nicht das erste Gebäude in Kiruna, das umziehen muss. Die Stadt hat schon vor Jahren damit begonnen, den Ortskern Richtung Osten umzusiedeln. Grund ist, dass es in Kiruna die größte unterirdische Eisenerzgrube der Welt gibt und sich durch den Bergbau mit den Jahren das Risiko für Erdrutsche und die Einsturzgefahr von Gebäuden erhöht hat.


Rund 6000 Einwohner werden umgesiedelt, was gut einem Drittel von Kirunas Bevölkerung entspricht. Dazu kommen Dutzende Geschäfte, öffentliche Einrichtungen wie Schulen und das Krankenhaus – und eben die Kirche. Bis 2035 soll Kirunas Umsiedlung endgültig abgeschlossen sein.

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