„Desaströse Sturzflut“
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Überschwemmungen in Texas: Mindestens 24 Tote – Mädchen aus Sommercamp vermisst

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Mindestens 24 Menschen haben bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Texas ihr Leben verloren. Ihre Leichen wurden teils in weggespülten Autos gefunden. 

Von red/dpa

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Im US-Bundesstaat Texas kam es zu schweren Überschwemmungen. Mindestens 24 Menschen haben laut Behördenangaben ihr Leben in den Fluten verloren, Kinder aus einem Sommercamp werden weiterhin vermisst. Starke Regenfälle hatten am frühen Freitagmorgen die Lage verschlimmert. Eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Überschwemmungen in Texas fordern Todesopfer – Suche nach Vermissten läuft

Der Gouverneur des Bundesstaates, Greg Abbott, rief für Teile von Texas den Katastrophenfall aus, um zusätzliche Ressourcen zu mobilisieren. Mehr als 230 Menschen wurden laut Behördenangaben bereits gerettet.

Die Suche nach Vermissten gehe unterdessen weiter, sagte Abbott bei einer Pressekonferenz am Freitagabend (Ortszeit). „Wir werden nicht aufhören, bis wir alle gefunden haben“, versicherte der Gouverneur. Zu den vermissten Mädchen aus einem Sommercamp gab es zunächst keine Neuigkeiten. Auch wie viele Menschen insgesamt als vermisst gelten, war noch unklar. Er sei in Gedanken und im Gebet bei den Kindern und ihren Familien, sagte Abbott. 

Der reißende Guadalupe River hinterlässt in Kerrville, Texas, umgestürzte Bäume und Trümmer.
Der reißende Guadalupe River hinterlässt in Kerrville, Texas, umgestürzte Bäume und Trümmer.  Foto: Eric Gay

Überschwemmungen in Texas: Leichen in weggespülten Autos gefunden

Unter den Toten sind nach Angaben des Vize-Gouverneurs Dan Patrick Erwachsene und Kinder. Zum Teil wurden die Leichen in Autos gefunden, die weggespült worden waren. 

Laut dem Sheriff des Gebiets Kerr County, Larry L. Leitha, gab es einen weiteren Todesfall im benachbarten Kendall County. Ob dieser mit den Überschwemmungen in Zusammenhang stand, war zunächst unklar.

Nach den schweren Überschwemmungen geht die Suche nach Vermissten weiter.
Nach den schweren Überschwemmungen geht die Suche nach Vermissten weiter.  Foto: Christopher Lee/The San Antonio Express-News via AP/dpa

Kerr County in Texas ist beliebt für Sommercamps. In den USA nutzen viele das verlängerte Wochenende mit dem Unabhängigkeitstag am Freitag für Ausflüge. 

Rettungskräfte suchen weiter: Mädchen aus Sommercamp in Texas nach Flut vermisst

Vor allem Kinder aus einem bestimmten Camp wurden vermisst. Das christliche Sommercamp für Mädchen beherbergte aktuell mehr als 750 Kinder – davon seien etwa 20 vermisst. Vize-Gouverneur Patrick hatte zuvor betont, das müsse nicht heißen, dass sie verloren seien – sie könnten zur Sicherheit auch auf Bäume geklettert sein. Die Lage sei unübersichtlich, es gebe kein Strom und kein Internet.

In der Umgebung wurden die Anwohner aufgefordert, sich in höhere Lagen zu begeben. Es wurden zentrale Anlaufpunkte geschaffen.

Die Gegend ist es nach Behördenangaben gewohnt, dass Flüsse über die Ufer treten. Allerdings war die Dimension ungewöhnlich. Die Rede war von einer „desaströsen Sturzflut“. Fernsehbilder zeigten, wie Autos mitgerissen wurden, Bäume entwurzelt waren, Häuser unter Wasser standen. Vor allem der Guadalupe River war betroffen. Innerhalb von 45 Minuten am Morgen habe es dort enorm viel geregnet. 

„Betet für Texas“: Einsatzkräfte retten Menschen nach Überschwemmung von Bäumen

Heimatschutzministerin Kristi Noem postete auf der Plattform X, sie habe Einsatzkräfte angewiesen zu helfen, darunter die US-Küstenwache. Sie schrieb: „Betet für Texas“. Helikopter waren in der Luft. 

Nach Angaben des Vize-Gouverneurs waren neun Rettungsteams unterwegs, um Erwachsene und Kinder von Bäumen, auf die sie geklettert waren, zu retten. Rund 500 Einsatzkräfte suchten.

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