Feuerwerk soll Brandursache von tödlichem Feuer bei Schweizer Silvesterfeier sein
In der Schweiz sind etliche Menschen bei einer Silvesterfeier verletzt worden und gestorben. Nun haben die Ermittler erste Erkenntnisse zur Brandursache.
40 Tote und 119 Verletzte – das ist die bittere Bilanz nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana. Bei einer Silvesterfeier in einer Bar war gegen 1:30 Uhr das Feuer ausgebrochen.
Nach den Ermittlungen soll nun klar sein, wie es zu dem Feuer kam. Demnach habe ein Feuerwerk, das in eine Champagnerflasche gesteckt wurde, die Decke der Bar in Brand gesetzt. „Wir gehen derzeit davon aus, dass das Feuer von Glühkerzen oder bengalischem Feuerwerk ausgegangen ist, das in Champagnerflaschen steckte und das zu nah an die Decke kam“, sagte die Generalstaatsanwältin im Kanton Wallis, Beatrice Pilloud.
Nach Feuer in Silvesternacht: Video hilft bei Ermittlung der Brandursache
Zu dem Ergebnis kämen die Ermittler nach der Auswertung von Videos, der Vernehmung mehrerer Zeuge sowie der Sicherung erster Spuren. Bei den Zeugenaussagen handele es sich um die französischen Betreiber der Bar und Gäste der Bar, die entkommen konnten. Um was für Pyrotechnik es sich genau handelte, wird unterschiedlich beschrieben. Pilloud sprach abwechselnd auch von Wunderkerzen, ein Schweizer Feuerwerksexperte von „Partyfontänen“. Dabei schießt anders als bei Wunderkerzen eine Fontäne mit großem Druck nach oben.
Wunderkerzen als Brandauslöser? Tote und Verletzte bei Silvesterfeier in Schweizer Bar
Der Zeitung „Blick“ berichtete ein Überlebender: „Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen.“ Die Kerzen hätten die Decke berührt, die plötzlich Feuer gefangen habe.
Ob das Feuerwerk legal gezündet wurde, ob die Schaumstoffplatten an der Decke, die Feuer fingen, regelkonform waren - das könne noch nicht beantwortet werden, sagte Pilloud. Auch, ob alle Brandschutzvorkehrungen eingehalten wurden, sei noch Gegenstand der Ermittlungen.
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