Todestag des King of Pop: Arzt angeklagt
Tränen und Zorn prägten den ersten Todestag von Michael Jackson. Als weltweit Millionen Fans des „King of Pop“ gedachten, reichte dessen Vater eine Klage gegen den Arzt seines Sohnes ein.
Los Angeles/New York - Der Tod von Michael Jackson vor einem Jahr bewegt Millionen Fans und die Justiz. Während in der ganzen Welt die Anhänger des „King of Pop“ die Lieder des Stars mit Kerzen in der Hand sangen, reichte dessen Vater Joe Jackson am ersten Todestag eine Zivilklage gegen den früheren Leibarzt seines Sohnes ein.
Schadenersatzklage
Wie der Internetdienst „Tmz.com“ berichtete, wirft der 80-Jährige dem Kardiologen Conrad Murray vor, den Tod des Sängers verursacht zu haben. Jackson reichte die Schadenersatzklage vor einem Bundesgericht in Los Angeles ein.
Mit Gottesdiensten, Musik und Besuchen an Jacksons Geburtshaus und Grabstelle erinnerten Verwandte und Fans an den Sänger, der am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren an der Überdosis eines Narkosemittels gestorben war.

Letzte Hand im Sand an das Werk zum Gedenken des King of Pop gelegt: Ein Künstler am Strand von Puri im indischen Orissa.
Besuch am Grab
Die Geschwister Janet, Randy, Tito und Jermaine Jackson besuchten das Grab ihres Bruders im Mausoleum des Forest Lawn Friedhofs in Glendale nahe Los Angeles. Mehrere hundert Fans hatten sich dort versammelt, berichtete „Usweekly.com“. Der zunächst befürchtete große Ansturm auf die Grabstelle blieb aus. Das Mausoleum selbst durften die Fans nicht betreten.
In Gary, einem Vorort von Chicago, campierten Fans schon in der Nacht vor dem Haus, in dem Jackson aufwuchs. Katherine Jackson, die 80 Jahre alte Mutter des Sängers, enthüllte dort ein Marmor-Denkmal für ihren Sohn. Jacksons drei Kinder, die in der Obhut ihrer Großmutter leben, waren nicht dabei.
Kinder auf Hawaii
Am Tag vor dem ersten Todestag wurden Prince Michael (13), Paris (12) und Blanket (8) an einem Strand auf Hawaii fotografiert. Die Familie habe die Kinder dorthin gebracht, um sie vom Trubel fernzuhalten, hieß es.
In der Klage gegen Murray machte Joe Jackson geltend, der Kardiologe habe anderen Ärzten wichtige Informationen vorenthalten, etwa dass er Jackson das Narkosemittel Propofol verabreicht hatte. Der Sänger hatte einen Herzstillstand erlitten, während Murray bei ihm war. Auch herbeigerufene Notärzte konnten Jackson nicht wiederbeleben.
Murray ist im Februar von der Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und Verletzung seiner Sorgfaltspflicht angeklagt worden. Der 57-Jährige muss sich demnächst vor Gericht verantworten. dpa

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