Spritpreise steigen: Tanken wird wegen Krise in Nahost spürbar teurer
Der Krieg zwischen Israel und Iran hat Auswirkungen auf den Ölpreis – und das spüren Autofahrer derzeit an der Zapfsäule. Der ADAC gibt Tipps, wie sich an der Tankstelle dennoch etwas Geld sparen lässt.
Der Krise in Nahost spitzt sich immer weiter zu, Israel und Iran überziehen sich mit schweren Angriffen. Auch im Raum Heilbronn bangen Bürger um ihre Verwandte in der Region. Jene militärische Eskalation hat auch Auswirkungen auf den Ölpreis – und wird bei Autofahrern an der Tankstelle deutlich spürbar, wie der ADAC jetzt mitteilt. Vor allem Diesel wird teurer. Was sollten Autofahrer nun beachten?
Spritpreise steigen: Diesel und Benzin an der Tankstelle spürbar teurer
Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat Folgen für Autofahrer in Deutschland. Vor allem Diesel ist in der vergangenen Woche teurer geworden. Der Grund: Wegen der Spannungen zwischen Israel und dem Iran steigen die Rohölpreise.
Eine aktuelle ADAC-Auswertung zeigt: Der Preis für einen Liter Super E10 liegt im bundesweiten Durchschnitt aktuell bei 1,692 Euro. Das entspricht 2,4 Cent mehr als in der Woche zuvor. Diesel verteuerte sich sogar um 3,9 Cent und kostet im Schnitt 1,589 Euro pro Liter.
Der Abstand zwischen beider Kraftstoffsorten schrumpft dadurch auf 10,3 Cent. Und das, obwohl Diesel aufgrund steuerlicher Vorteile eigentlich rund 20 Cent günstiger sein müsste.
Spritpreise steigen: Tanken wird wegen Krise in Nahost spürbar teurer
Hinter dem Preissprung an der Tankstelle sind die Rohölkurse, die aufgrund der Eskalation in Nahost gestiegen sind. Würde die Straße von Hormus, eine wichtige globale Handelsroute, gesperrt werden, wie es Iran bereits angedroht hatte, wären die Ölversorgungswege stark beeinträchtigt – denn rund ein Drittel des weltweiten Ölangebots wird der betroffenen Region gefördert. Das würde das Angebot auf dem Markt verknappen und hätte somit direkte Auswirkungen auf die Preise.
Obwohl der Preis für ein Barrel Brent-Öl binnen einer Woche um rund zehn Dollar auf nun fast 77 US-Dollar kletterte, würden sich die Kraftstoffpreise insgesamt aber noch auf einem moderaten Niveau bewegen, teilt der ADAC mit.
Preise für Diesel und Benzin steigen: Wie Autofahrer dennoch sparen können
Der ADAC rät Autofahrern deshalb, zu einem möglichst günstigen Zeitpunkt zu tanken, da die Spritpreise im Tagesverlauf stark schwanken. Vor allem am Abend seien die Spritpreise an den meisten Tankstellen, vor allem zwischen 19 und 20 Uhr, am niedrigsten. „Hier kann man im Schnitt rund 13 Cent je Liter im Vergleich zu der Spitze am Morgen sparen“, teilt der ADAC mit.
Darüber hinaus lohne es sich für Autofahrer, die Preise der Tankstellen zu vergleichen und die billigste anzusteuern. Hierfür bieten sich unter anderem auch Spritpreis-Apps an.
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