Blackout in Berlin: Die wichtigsten Haushalts-Hilfsmittel bei Stromausfall
Ein Stromausfall kann von jetzt auf gleich passieren. Um sich bestmöglich auf einen langen Blackout vorzubereiten, gibt es Tipps und Tricks, die man daheim umsetzen kann.
Nach dem Brandanschlag im Südwesten von Berlin stehen rund 45.000 Haushalte ohne Strom und Heizung da. Die Reparaturarbeiten sollen noch bis mindestens Donnerstag andauern. Der Ausfall in Berlin zeigt, wie schnell es zu einer Extremsituation kommen kann. Das baden-württembergische Innenministerium und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) haben einige Tipps parat, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
Stromausfall in Berlin – daheim auf einen Blackout vorbereiten
Das Innenministerium empfiehlt, Verbandskasten sowie einen Feuerlöscher in der Wohnung oder im Haus zu deponieren und Taschenlampen und Kerzen griffbereit zu haben. Gerade Kerzen sind bei einem Stromausfall auf verschiedene Weisen einsetzbar – ob zum Kochen, als Lichtquelle oder auch, um Wärme zu spenden. Es sollte jedoch immer darauf geachtet werden, leicht brennbare Gegenstände weit genug entfernt zu halten.
Wichtig ist laut BBK auch, genügend Trinkwasser und Nahrungsmittel zu lagern. Beim Wasser sind zwei Liter pro Tag und Person die ideale Menge, 0,5 Liter werden dafür zum Kochen abgezogen. Geeignete Lebensmittel sind vor allem die, die lange haltbar sind und keine Kühlung benötigen. Auch bereits fertige Lebensmittel, die nicht warm gemacht werden müssen, sind von Vorteil sowie Nahrung, die nur kurz auf Campingkocher erhitzt werden muss.
Vorbereitungen bei Stromausfall – Alternativen zum Kochen
Fällt der Strom aus, funktionieren auch Elektroherde nicht mehr. Bei vielen Gasherden sieht das anders aus. Trotzdem empfiehlt sich, Alternativen parat zu haben. Für Innenräume ist beispielsweise ein Stövchen mit Teelicht zum Suppe oder Eintopf aufwärmen praktisch.
Auch ein Fondue-Set mit Brennpaste kann Essen in kleinen Mengen zum Kochen bringen. Bei Gaskochern sollten Nutzer darauf achten, dass diese auch in Innenräumen verwendet werden dürfen. Ansonsten sind Campingkocher sowie Gas- und Holzkohlegrills im Freien eine gute Alternative.
Um Warnungen auch bei einem Stromausfall mitzubekommen, wenn Handy, Computer und andere strombetriebene Geräte keinen Akku mehr haben, empfiehlt das Innenministerium, ein batteriebetriebenes Radio mit zusätzlichen Ersatzbatterien zu Hause zu haben.
Warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke: Hilfe bei Heizungsausfällen
Mit einem Stromausfall ist oftmals auch ein Ausfall der Heizung verbunden. Deshalb ist es wichtig, warme Kleidung und genügend Decken parat zu haben, um sich über einen gewissen Zeitraum wärmen zu können. Auch Schlafsäcke helfen bei der Überbrückung.
Die Gegenstände sind Teil des Notgepäcks, dass man vorsorglich packen kann. Enthalten soll es neben Kleidung auch eine geladene Powerbank, ein Erste-Hilfe-Set, persönliche Medikamente und Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel sowie eine Trinkflasche und Bargeld.
Da Betroffene bei einem Stromausfall oft das Haus verlassen müssen, empfiehlt das BBK, wichtige Dokumente ebenfalls gebündelt zu packen. Da diese nicht so leicht wieder neu zu beschaffen sind, sollten diese in feuerfesten und wasserdichten Behältern gelagert werden, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Anlaufstellen von Stadt und Landkreis bei Stromausfällen kennen
Meistens gibt es verschiedene Anlaufstellen, an die man sich wenden kann und bei denen Hilfe und Unterstützung angeboten werden. Der Landkreis Heilbronn listet diese auf der eigenen Homepage auf. Auch die Stadt Heilbronn hat mehrere Notfallmeldestellen. Es ist gut, wenn man diese schon vor der Katastrophe kennt und weiß, wohin man sich im Ernstfall hinwenden kann.
Kommt es zum Stromausfall oder zu einer anderen Katastrophe, ist es laut Innenministerium besonders wichtig, Ruhe zu bewahren und, falls noch nicht geschehen, den Notruf zu verständigen.

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