WHO warnt vor Mpox-Virus: Alles über Symptome, Übertragung und Fallzahlen
Wegen einer neuen Variante des Mpox-Virus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre höchste Warnstufe ausgerufen. Was hinter der Erkrankung steckt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen einer neuen Variante der Mpox-Viren in Afrika ihre höchste Alarmstufe aktiviert. Neu ist die Erkrankung, auch Affenpocken genannt, nicht. Doch eine Mutation des Virus sowie mehrere Ausbrüche in Afrika bereiten den Experten Sorgen. Was genau ist Mpox eigentlich? Und wie kann man sich schützen?
Was sind Mpox?
Mpox oder auch Affenpocken genannt sind eine Virusinfektion, die ursprünglich hauptsächlich von Nagetieren wie Ratten übertragen wurde. Affen sind sogenannte Fehlwirte, die zwar Überträger sein können. Allerdings kann sich das Virus in ihnen nicht weiterentwickeln. Als Zoonose wurde das Virus vom Tier auf den Menschen übertragen. Die Abkürzung Mpox rührt vom englischen Begriff der Erkrankung Monkeypox her. Das Virus ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge verwandt mit den klassischen humanen Pockenviren und den ebenfalls als Zoonose bekannten Kuhpockenviren. Das Krankheitsbild ähnelt dem der klassischen Pocken, die Erkrankung verläuft jedoch in der Regel milder.
Wie werden Mpox-Viren übertragen?
Affenpocken übertragen sich durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion von Mensch zu Mensch. Laut RKI ist eine Übertragung auch durch sexuellen Kontakt möglich, allerdings ist der Erreger weniger infektiös als beispielsweise das Grippevirus. Die Eintrittspforte sind häufig kleine Hautverletzungen sowie insbesondere alle Schleimhäute.
Mpox-Viren: Welche Symptome gibt es?
In den meistens Fällen verläuft die Erkrankung mit wenigen Symptomen. Es gibt aber auch Ausnahmen. In diesem Jahr wurden über 14.000 Verdachtsfälle und mehr als 500 Tote vor allem in der Demokratischen Republik Kongo gemeldet. Das sind bereits jetzt schon mehr als 2023. Bei den meisten Menschen beginnt die Infektion mit einem Hautausschlag, schließlich bilden sich vom Gesicht ausbreitende rote Flecken. Die können sich zu mit Flüssigkeit gefüllten Beulen entwickeln. Auch Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Erschöpfung gehören zu den Symptomen.

Wie kann man sich vor Mpox schützen?
Zu aller erst sollte man Erkrankte beziehungsweise deren Wunden nicht anfassen. Falls das nicht möglich ist, sollten die Hände im Anschluss desinfiziert werden. Generell sollte enger Körperkontakt vermieden werden. Das RKI empfiehlt, die Zahl der Sexualpartner einzuschränken, um das Risiko einer Ansteckung zu senken. Grundsätzlich sollten Kondome benutzt werden. Zwei Impfstoffe gibt es bereits, die auch noch nach Kontakt mit einer infizierten Person verabreicht werden können. Laut RKI wird im Rahmen des Ausbruchsgeschehens 2022 in Deutschland der Impfstoff Jynneos verwendet.
Gibt es aktuell Mpox-Fälle in Deutschland?
Insgesamt wurden bisher rund 3800 Fälle an das RKI übermittelt, der Großteil davon zwischen Frühsommer und Herbst 2022. Nach einem starken Anstieg ab Mai 2022 seien die Fallzahlen ab August 2022 infolge intensiver Public-Health-Bemühungen verschiedener Stellen deutlich zurückgegangen, so das RKI. Im Frühjahr 2023 wurden zunächst keine Fälle registriert. Seit dem vergangenen Sommer halten sich die Zahlen auf niedrigem Niveau. In Deutschland wurden bislang keine Todesfälle registriert. „Das RKI geht aktuell nicht von einer erhöhten Gefährdung durch Klade-I-Viren in Deutschland aus“, heißt es.
Warum warnt die WHO genau jetzt vor Mpox?
Die WHO folgte laut Deutscher Presseagentur der Empfehlung von unabhängigen Mpox-Experten, die auf WHO-Einladung im sogenannten Notfallausschuss getagt hatten, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf sagte. Konkrete Folgen hat die Notlage-Erklärung nicht. Vielmehr soll es Behörden in aller Welt alarmieren, damit sie sich auf mögliche Ausbrüche vorbereiten.

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