Haushaltsblockade

ICE an US-Flughäfen? Trump will Einwanderungsbehörde einsetzen

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Die Einwanderungsbehörde ICE soll an Flughäfen für Sicherheit sorgen – das zumindest plant US-Präsident Trump. Bis wenige Stunden vor Start des Einsatzes am Montag bleibt vieles vage.

Von red/dpa

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Die Weiterfinanzierung des US-Heimatschutzministeriums steht weiterhin nicht. An einigen Airports des Landes warten Flugpassagiere stundenlang auf die Sicherheitskontrolle. Nun greift US-Präsident Donald Trump zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Er will die Einwanderungsbehörde (ICE) an den Flughäfen einsetzen. 

Haushaltsblockade in den USA: Chaos an Flughäfen – Personal nicht bezahlt

Seit Tagen staut es sich an den US-Flughäfen: Passagiere etwa in Atlanta oder Houston warteten auch am Sonntag stundenlang auf eine Sicherheitskontrolle. In den Tagen zuvor hatten bereits einige Menschen ihre Flüge trotz genügend Pufferzeit verpasst. Selbst Fluggäste, die für eine priorisierte Behandlung bezahlen, waren nicht von langen Schlangen gefeit.

Der Grund: Wegen der seit Mitte Februar andauernden Haushaltsblockade werden die Beamten der Transportation Security Administration (TSA) derzeit nicht bezahlt. Viele haben sich daraufhin krankgemeldet. Medienberichten zufolge droht, dass sie Ende des Monats den zweiten Gehaltscheck verpassen.

Einwanderungsbehörde ICE soll ab Montag an Flughäfen in den USA aushelfen

Nach dem Willen des Präsidenten soll die umstrittene Einwanderungsbehörde ICE der Flughafensicherheit unter die Arme greifen. „Am Montag wird ICE an Flughäfen im Einsatz sein, um unsere großartigen TSA-Beamten zu unterstützen“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Beamten sollen sich um die Sicherheit an den Airports kümmern, „besser als jemals zuvor“.

Primär ist an US-Flughäfen die Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) für die Einreisekontrolle zuständig, während die Sicherheitskontrolle der Passagiere Aufgabe der TSA ist. ICE-Beamte kamen bislang vor allem im Landesinneren bei Abschiebungen von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung zum Einsatz. 

Wie viele Menschen ohne nötige Papiere tatsächlich in die USA einreisen, darf hinterfragt werden: Neben der Passkontrolle der Grenzschutzbehörde prüfen Fluggesellschaften bereits beim Check-in, ob Reisende alle benötigten Dokumente vorlegen können. Ist dies nicht der Fall, fliegen sie nicht mit.

Welche Aufgaben soll ICE an den US-Flughäfen übernehmen? 

Dem für ICE verantwortlichen Grenzschutz-Kommandeur Tom Homan zufolge sollen ICE-Kräfte vor allem die TSA-Mitarbeiter bei weniger wichtigen Aufgaben entlassen. „Wir sind lediglich dazu da, der TSA bei ihrer Arbeit in Bereichen zu helfen, in denen ihr spezielles Fachwissen nicht benötigt wird“, sagte er im Gespräch mit der CNN-Sendung State Of The Union. Dies solle schnellere Abfertigungen an den Kontrollen ermöglichen. 

Homan fügte hinzu, dass ICE-Mitarbeiter keine Röntgengeräte bedienen sollten – mit diesen wird für gewöhnlich Handgepäck überprüft. „Sie sind nicht dafür ausgebildet“, sagte er und ergänzte: „Aber es gibt Aufgaben, die wir übernehmen können, um die TSA-Beamten von weniger wichtigen Aufgaben zu entlasten – etwa die Überwachung von Ausgängen“. Den genauen Plan wollte er noch am Sonntag mit der Flughafen-Sicherheit erarbeiten. 

Unklar bleibt indes, ob die Kräfte an allen US-Flughäfen oder nur an jenen mit besonders langen Warteschlangen oder chaotischen Zuständen eingesetzt werden sollen. Auch die Einsatzdauer wurde zunächst nicht kommuniziert.

Bis zu zwei Stunden Wartezeit an der Sicherheitskontrolle

Passagiere müssten sich auf Wartezeiten von 160 Minuten einstellen, hieß es auf der Webseite des Hartsfield-Jackson Atlanta International Airports im US-Bundesstaat Georgia am Sonntagvormittag (Ortszeit). Am George Bush Intercontinental Airport in Houston im Bundesstaat Texas warteten Fluggäste derweil im Terminal E 180 Minuten auf die meist wenige Minuten lange Sicherheitsprüfung – auch, weil die Schleusen in anderen Terminals geschlossen blieben. 

Laut CNN Airport Tracker mussten sich Fluggäste auch an anderen Flughäfen des Landes gedulden, allerdings kürzer. An den Airports John F. Kennedy und La Guardia in New York lagen die Prognosen zwischen 30 und 50 Minuten. Unbestätigten Berichten von Passagieren auf X zufolge reichten Schlangen an letzterem Flughafen bis ins Parkhaus. In Dallas-Fort Worth, Denver und O’Hare in Chicago warteten Passagiere um die 20 Minuten auf eine Sicherheitsprüfung. In Los Angeles dauerte es demnach keine fünf Minuten.

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