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Grippeschutzimpfung: Warum und für wen sie besonders wichtig ist

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Ein Winter ohne Infektionsschutzmaßnahmen steht an. Experten erwarten nun eine Rückkehr der Influenza. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schutzimpfung gegen die Grippe.

Mit dem Oktober beginnt auf der Nordhalbkugel die Grippesaison. Vulnerable Gruppen sollten sich ab Oktober impfen lassen.
Mit dem Oktober beginnt auf der Nordhalbkugel die Grippesaison. Vulnerable Gruppen sollten sich ab Oktober impfen lassen.  Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Zwei Jahre lang war vor allem Covid-19 für viele Erkrankungen im Winter verantwortlich. „Das gesellschaftliche Leben hat sich weitgehend normalisiert. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Grippe wieder breiter zuschlägt“, wird Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, in einer Mitteilung zitiert.

Oft werden grippale Infekte auch Grippe genannt. Dabei handelt es sich aber um die gewöhnliche Erkältung, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Die Influenza ist die „echte“ Grippe, die mit Fieber und starken Symptomen einhergeht. „Die Impfung ist und bleibt eine der stärksten Waffen im Kampf gegen Infektionskrankheiten wie Grippe und Corona“, verdeutlicht Miller. 

Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten:  

Ich habe mich vor einem Jahr impfen lassen. Reicht das aus?

Nein, es reicht nicht. Jedes Jahr verändert sich das Influenzavirus. Die Impfstoffe werden an die Varianten angepasst, von denen die weiteste Verbreitung erwartet wird.  


Wer sollte sich impfen lassen?

Die Landesärztekammer empfiehlt allen Bürgern, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission spricht die Empfehlung vor allem aus für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Menschen, die Kontakt zu diesen Gruppen haben. Im Zweifel beraten Ärzte, ob eine Impfung sinnvoll ist.  


Welche Impfstoffe gibt es?

Gegen Influenza gibt es vor allem inaktive Vakzine, so genannte Totimpfstoffe, schreibt das Paul-Ehrlich-Institut. Sie werden in den Muskel gespritzt. Zum Teil haben sie eine Altersbegrenzung. Es gibt auch einen Impfstoff, der über die Nase gegeben wird. Er ist ein sogenannter Lebendimpfstoff und ist ab zwei Jahren freigegeben.  


Kann ich die Impfung mit einer Corona-Impfung verbinden?

Die Corona-Impfung kann mit einem Totimpfstoff gegen Influenza verbunden werden, schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA). Die Impfreaktion kann bei der gleichzeitigen Impfung heftiger ausfallen.  

 


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Wann wirkt die Impfung und gibt es Nebenwirkungen?

Nach zehn bis 14 Tagen ist der Immunschutz vollständig aufgebaut. Totimpfstoffe beinhalten keine vermehrungsfähigen Erreger, so die BZGA, sie können also keine Grippe auslösen. Nach der Impfung können Symptome wie Frösteln, Müdigkeit, Übelkeit und Muskelschmerzen auftauchen. Meistens klingen diese Beschwerden innerhalb von zwei Tagen folgenlos wieder ab. Bei dem Lebendimpfstoff besteht ein sehr geringes Risiko eines Krankheitsausbruchs bei immungeschwächten Personen.  


Wo kann ich mich gegen Influenza impfen lassen?

Grundsätzlich können alle Ärzte impfen, so Oliver Erens, Ärztlicher Leiter der Landesärztekammer. In der Regel findet die Impfung beim Hausarzt, Internisten und kinder- und frauenärztlichen Praxen statt. Bei einigen Unternehmen führen Betriebsärzte Impfaktionen durch.


Wann sollte ich mich nicht impfen lassen?

Wenn man Fieber hat, darf man nicht geimpft werden. Sobald man wieder gesund ist, sollte man es nachholen, so die BZGA. Bei Allergien konsultiert man den Hausarzt.  


Ich bin schwanger. Kann ich mich impfen lassen?

Ja, der Impfschutz wird auf das ungebore Kind übertragen.

 

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