Giftige Zwillinge: Pilzsammler sollten diese Doppelgänger kennen

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Wer im Wald Pilze sammelt, sollte sich gut auskennen. Denn manche Exemplare sind giftig. Das Problem ist, häufig sehen sie den genießbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich. Was Sie dazu wissen müssen.

von unserer Redaktion und dpa

Es könnte eine schwierige Saison werden für alle Pilzsammler. Die Natur ist ziemlich ausgetrocknet. Besser wären feuchte Böden. Laut dem Naturschutzbund (NABU) wäre „das positiv für das Pilzaufkommen im Herbst“. Wer trotzdem Pilze sammelt, sollte auf giftige Pilz-Doppelgänger achten.

Auf die fleißigen Sammler warten gefährliche Zwillinge der schmackhaften Variante. Wie das Fachmagazin Geo schreibt, sind in Mitteleuropa von rund 6000 Großpilzen nur etwa 100 Arten essbar. 150 sind giftig, zehn gelten als tödlich. Die restlichen Pilze sind ungenießbar.

Pilzsuche im Herbst: Tödliche Gefahr durch Doppelgänger

Die große Gefahr der Pilz-Doppelgänger: nicht selten wachsen sie direkt neben den Speisepilzen. Eine allgemeine Regel zum Unterscheiden der beiden Waldfrüchte gibt es aber nicht. Wie im Geo-Artikel beschrieben, reiche für die Bestimmung von Röhrenpilzen meist ein Bild-Vergleich. Bei Lammellenpilzen ist eine derart entspannte Herangehensweise für das Sammeln der Pilze nicht besonders ratsam. 

Die Symptome einer Pilzvergiftung können vielfältig sein. Typische Beschwerden können bei vielen Pilzen am Anfang Unwohlsein sowie Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein. Auch Durchfall oder Schweißausbrüche sind mögliche Symptome.

Tödliche Verwechslungsgefahr

In Deutschland gibt es sehr giftige Expemplare, beispielsweise den Grünen Knollenblätterpilz. Sammler können ihn schnell mit dem essbaren Wiesen-Champignon verwechseln.

Werden giftige Pilze gegessen, ist das Risiko für die Gesundheit vergleichsweise hoch. Treten nach dem Verzehr von selbst gesammelten Pilzen Beschwerden auf, sollte man umgehend ärztlichen Rat einholen. Dazu rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Ältere Menschen und Kinder sind laut BfR besonders gefährdet. Bei ihnen können schon kleine Mengen giftiger Pilze schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Wer sich unsicher ist, kann sich an ein Giftinformationszentrum wenden.

Sammler sollten Pilze nur mitnehmen, wenn sie diese hundertprozentig kennen und bestimmen können, rät der Nabu. Bestimmungsbücher, Pilz-Apps, Kurse oder Pilzberatungsstellen können hilfreich sein.

In diesem Artikel auf Echo24 gibt es einen Überblick mit Fotos von beliebten Speisepilzen und ihren ungenießbaren Doppelgängern.

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