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"Pinkes Kokain"

Drogenfund in Mannheim: Was es mit der Droge “El Tusi” auf sich hat

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Vier Männer wurden in Mannheim mit einer neuen Art von Betäubungsmitteln festgenommen. Dabei handelt es sich um die sogenannte “El Tusi”-Droge, auch “pinkes Kokain” genannt.

Von Alexa Strack
Die Droge "El Tusi" wird auch "pinkes Kokain" genannt. Es handelt sich um eine neuartige synthetische Droge.
Die Droge "El Tusi" wird auch "pinkes Kokain" genannt. Es handelt sich um eine neuartige synthetische Droge.  Foto: IMAGO/Sascha Steinach

Vier Männer stehen in Mannheim im Verdacht, ab März 2024 insbesondere mit der “El Tusi”-Droge in verschiedenen Clubs unerlaubt Handel getrieben zu haben, wie die Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim berichten. 

Bei "El Tusi" handelt es sich um eine neuartige Droge, die auch als "pinkes Kokain" bekannt ist.

Circa ein Kilogramm “El Tusi”, Schreckschusswaffe und Bargeld sichergestellt

Mehrere Vorfälle ereigneten sich im März, bei denen sie die Droge verkauft haben sollen. Am 3. April 2024 sollen die Männer circa ein Kilogramm des Betäubungsmittels “El Tusi” zum Verkauf anboten haben, zu einem Preis im unteren fünfstelligen Bereich. Noch an diesem Abend wurden sie auf dem Parkplatz im Bereich Mannheim vorläufig festgenommen, und das Betäubungsmittel konnte sichergestellt werden. 

Insgesamt 54 Eppendorfgefäße - eine Art kleines Reagenzglas - gefüllt mit “El Tusi” wurden bei Durchsuchungen in drei Wohnungen der Tatverdächtigen im Bereich Mannheim sichergestellt. Bei der Wohnungsdurchsuchung bei einem der vier Tatverdächtigen wurde zudem eine Schreckschusswaffe und Bargeld in Höhe von über 1100 Euro aufgefunden und sichergestellt.

"Pinkes Kokain": Gefahren bei der Einnahme der Droge “El Tusi”

Es soll sich bei der rosafarbenen synthetischen Droge um ein Gemisch aus MDMA, Ketamin und Inosit handeln, das aus Lateinamerika stammt. “El Tusi” kann zu Übelkeit, Halluzinationen, Herzrasen, Bluthochdruck und Atemlähmung führen und somit auch lebensgefährlich sein.

Was die Droge ebenfalls so gefährlich macht, ist ihre Zusammensetzung. Denn diese variiert stark - und somit auch die Wirkung. Außerdem ist der Name “pinkes Kokain” irreführend, da das Gemisch oft gar kein Kokain enthält. Das berichtet eine Wiener Suchthilfe. Keiner der oben genannten Stoffe führt aber zu einer rosa Färbung. Man könnte vermuten, dass das eine Marketingstrategie ist - wohl mit Erfolg.

Laut der Polizei Heilbronn wurde so ein Gemisch im Kreis Heilbronn noch nicht sichergestellt. 

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