Schweiz plant Durchreise-Gebühr – Urlauber soll zusätzlich zur Vignette Geld zahlen

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Wer keinen längerfristigen Aufenthalt in der Schweiz plant, sondern das Land nur zur Durchreise nutzt, könnte künftig für den Transit eine Gebühr zahlen müssen. Im Parlament gibt es Zustimmung. 


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Mal eben durch die Schweiz nach Italien fahren? Dafür brauchen Autofahrer in der Regel eine Vignette – zumindest, wenn sie die Autobahnen und Autostraßen nutzen wollen. Wer nur durch die Schweiz fährt, um in ein anderes Land zu gelangen, könnte künftig außerdem eine Transitgebühr bezahlen müssen. Wie das Schweizer Nachrichtenportal Blick berichtet, soll eine „Durchfahrtsabgabe“ in Planung sein. 

Schweiz plant Transit-Gebühr für Urlauber, die nur auf der Durchreise sind

Der Vorschlag einer solchen Gebühr habe im Nationalrat eine Mehrheit erhalten, wie Blick bereits am Donnerstag (19. März) berichtet. Demnach könnte sich die Höhe der Durchfahrtabgabe nach „Verkehrsdichte sowie nach der Tageszeit und dem Wochentag“ richten, bringt der Mitte-Nationalrat Simon Stadler laut Blick in der Debatte an.

Das könnte dann vor allem in der Urlaubs-Hochsaison wie den Sommerferien oder generell an Wochenenden höhere Abgaben für Reisende bedeuten. Vor allem in den Berggebieten würde es von Frühling bis Herbst an den Wochenenden zu Verkehrsüberlastungen kommen. Eine Beispielrechnung von 21 Franken pro Durchfahrt wurde angebracht – das wären umgerechnet rund 23 Euro (Stand: 23. März). 

Die Einnahmen sollen laut des Vorschlags in die Infrastruktur fließen. Kritik sei innerhalb der Schweiz nur von der Grünliberalen Partei (GLP) laut geworden, es wäre ein seltsames Signal gegenüber den Nachbarländern. Nun ist es an der Regierung, die Rahmenbedingungen für eine mögliche Transitgebühr auszuarbeiten. 

Vignette in der Schweiz: Wer sie braucht und wie viel sie kostet

Aktuell gibt es bislang nur die Vignette in der Schweiz – sowohl als E-Vignette als auch in physischer Form als Klebevignette. Wer mit dem Auto, Camper oder Motorrad durch das Land reisen und dabei Autobahnen und Autostraßen nutzen möchte, braucht eine Jahresvignette.

Die Pflicht gilt für alle: Nicht nur Ausländer, auch Schweizer benötigen die Vignette. Sie ist derzeit vom 1. Dezember 2025 bis 31. Januar 2027 gültig und kostet 40 Franken – umgerechnet rund 43,80 Euro. 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben