Weitere Ausfälle

Lufthansa-Flugbegleiter streiken Mittwoch und Donnerstag – Flughafen Stuttgart betroffen

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Aus zwei Tagen mit Flugausfällen werden vier in Folge: Die Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline sind Mittwoch und Donnerstag zum Streik aufgerufen. Nun ist klar, dass auch der Flughafen Stuttgart betroffen sein wird.

Von red/dpa

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Schlechte Nachrichten für Reisende: Passagiere der Lufthansa müssen sich auf weitere Streiktage einrichten. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline für Mittwoch (15. April) und Donnerstag (16. April) zu einem zweitägigen Streik aufgerufen.

Am Montag und Dienstag streiken bereits die Piloten und sorgen für Flugausfälle in Deutschland. Der Streik der Lufthansa-Piloten sorgt auch für Flugausfälle in Stuttgart.

Druck auf Lufthansa nimmt zu: Zwei weitere Streik-Tage angekündigt

Noch vor dem Ende des bis Dienstag (14. April) laufenden Pilotenstreiks hat die Kabinengewerkschaft Ufo die Flugbegleiter zu zwei weiteren vollen Streiktagen bei den Gesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline aufgerufen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. 

Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch endgültig überschattet. Die Gewerkschaften planen eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen.

Erneuter Streik bei Lufthansa: Das sind die Auswirkungen am Flughafen Stuttgart

Bereits am Montag hatte der erneute Pilotenstreik wieder für hunderte Flugausfälle gesorgt und die Fronten zwischen den Verhandlungspartnern verhärtet. Das Unternehmen hat die Forderungen der Piloten als "absurd und unerfüllbar" bezeichnet. Erneut mussten tausende Passagiere ihre Reisepläne ändern. 

Auch der Streik der Flugbegleiter hat Folgen für Reisende: Alle vier Flüge am Mittwoch auf der Strecke von Stuttgart nach München und umgekehrt fallen weg. Zudem werden vier von fünf Flügen von und nach Frankfurt gestrichen, so eine Sprecherin des Flughafen Stuttgarts gegenüber der dpa. Ähnlich sieht es auch am Donnerstag aus. Bereits am Dienstag ist klar, dass es keine Flüge zwischen Stuttgart und München sowie Stuttgart und Frankfurt am 16. April geben wird.

Protest soll Festakt zu "100 Jahre Lufthansa" mit Bundeskanzler Merz treffen

Es gebe keinen besseren Ort des Protestes als den geplanten Festakt mit Bundeskanzler Merz, sagt Ufo-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger. "Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert – und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden."

Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte Vorstandschef Carsten Spohr klar, dass der Konzern vor den Streiks nicht einknicken werde. "Lieber einige Tage mit einem streikbedingt reduzierten Angebot der Lufthansa-Gruppe als irgendwann dauerhaft mit einer deutlich reduzierten Kernmarke", sagte Spohr. 

Streikwelle bei Lufthansa: Mehr als 1100 Absagen allein in Frankfurt

An den Flughäfen standen zum Auftakt der vierten Streikwelle im laufenden Jahr viele Maschinen still. Allein in Frankfurt waren für die beiden Tage zusammen mehr als 1100 Starts und Landungen abgesagt worden. In München wurden 710 Flugbewegungen gestrichen. Lufthansa wollte rund die Hälfte der Langstreckenflüge stattfinden lassen. Auf der Nah- und Mittelstrecke sollte etwa jeder dritte Flug erfolgen.

Auf den Internetseiten sowohl der Lufthansa als auch der Flughäfen wurden Passagiere gebeten, den Status ihres Fluges rechtzeitig online zu prüfen und gegebenenfalls ihre Airline oder den Reiseveranstalter zu kontaktieren. 

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