Clusterfeeding: Was durch Dauerstillphasen hilft
Wenn das Baby stundenlang an die Brust will, sprechen Experten von Clusterfeeding. Warum das völlig normal ist und wie kleine Entlastungen im Alltag helfen können.

Das Baby kann doch unmöglich schon wieder Hunger haben, oder? Reicht meine Milch nicht? Braucht das Kind zusätzlich Pre-Nahrung?
Mütter sollten sich nicht verunsichern lassen, wenn ihr Baby plötzlich ständig an die Brust will, so das «Netzwerk Gesund ins Leben». Das häufige Trinken nennt sich auch Clusterfeeding oder Lagerfeuerstillen und sei «ganz typisch». Oft tritt es in den ersten Lebenswochen des Babys auf, meist bei Wachstumsschüben.
Das Verhalten hat einen bestimmten Zweck: Es dient dazu, die Milchmenge zu steigern und so an den Bedarf des Babys anzupassen. Durch häufiges Anlegen werde die Milchbildung angeregt. Man sollte das Clusterfeeding daher nicht als Signal interpretieren, dass die Milch nicht reicht oder es besser wäre, abzustillen.
Still-Marathon: Jede Entlastung zählt
Keine Frage: Kräftezehrend sind solche Dauerstillphasen für Mütter dennoch. Deshalb zähle jede Entlastung, so das Netzwerk. Auch Kleinigkeiten können viel wert sein.
Partner, Freunde und Angehörige können darauf achten, es der Mutter so angenehm wie möglich zu machen: Zum Beispiel, indem sie der Mutter das Baby in kurzen Stillpausen abnehmen, ihr ein großes Glas Wasser gegen den Stilldurst oder nahrhafte Snacks ans Bett oder Sofa bringen.
Wenn das Baby gefühlt dauerhaft und stundenlang an die Brust möchte, hilft Müttern auch eine bequeme und entspannte Stillposition mit ausreichend Kissen und allen notwendigen Utensilien in Reichweite.
Und woher wissen Eltern nun, ob ihr Kind genug Milch bekommt? «Saugt das Baby kräftig, schluckt hörbar und wird nach Bedarf angelegt, wird es in der Regel auch satt», heißt es von den Experten des Netzwerks. Zufüttern mit Flaschennahrung führe «ohne milchsteigernde Maßnahmen», etwa durch Abpumpen, zu einer geringeren Milchproduktion.
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