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Fahrbericht

Zurück in die Zukunft mit diesem Elektroauto von Hyundai

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Unterwegs mit dem Hyundai Ioniq 5: Der 4,46 Meter lange Wagen besitzt ein futuristisches Design und modernste Technik. Wir sind im Test rund 400 Kilometer weit gekommen mit vollem Akku.

Die gezackten Felgen sind ebenso auffällig wie die Gesamtform des Fahrzeugs und die rechteckigen Pixel-Blöcke am Heck.
Foto: Hyundai
Die gezackten Felgen sind ebenso auffällig wie die Gesamtform des Fahrzeugs und die rechteckigen Pixel-Blöcke am Heck. Foto: Hyundai  Foto: nicht angegeben

Wer dieses Auto zum ersten Mal sieht, der denkt, es käme direkt aus der Zukunft: der vollelektrische Ioniq 5. Der schräg über die Tür verlaufende Knick ist ziemlich einmalig derzeit. Auch mit dem gezackten Design von Felgen und Radhäusern hebt sich das E-Auto der Koreaner deutlich von Wettbewerbern ab. Die aus einer schmalen Ritze hervorlugenden Frontscheinwerfer im Stil von Roboter-Augen sind ebenso auffällig gestaltet wie die rechteckigen Pixel-Blöcke am Heck. Wer möchte, kann den Ioniq 5 mit Kameras statt Außenspiegeln versehen. Die übertragen ihre Bilder auf zwei Monitore links und rechts am Cockpit. Obendrauf gibt es noch versenkbare Türgriffe, die sich den Passagieren entgegenstrecken, sobald man sich dem Hyundai nähert. So ein Auto gibt es optisch derzeit sicher kein zweites.

800-Volt-Technologie für schnelles Laden

Technisch schöpft Hyundai ebenfalls aus dem Vollem und rüstet den Wagen mit Features aus, die man sonst nur aus höheren Klassen kennt. Allem voran ist die 800-Volt-Technologie für besonders schnelles Laden zu nennen. Das kennt man im VW-Konzern aktuell nur vom Porsche Taycan und Audi E-Tron GT. Beides Stromer jenseits der 100.000 Euro-Marke. Der Ioniq 5 startet aktuell ab 43.900 Euro.

100 Kilometer Reichweite in fünf Minuten

Zwei Batterien mit 58 und 77,4 kWh Fassungsvermögen sind erhältlich. Die größere Variante lässt sich mit bis zu 240 kW laden. Unter optimalen Bedingungen ist der Akku des 4,64 Meter lange Wagens in nur 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent Kapazität befüllt. Wer kurz an der Raststätte auf einen Kaffee anhält und den Koreaner fünf Minuten an die Ladesäule hängt, zapft Strom für etwa 100 Kilometer Reichweite.

Apropos: Wie weit man kommt, hängt wie bei einem Auto mit Verbrennungsmotor von der Fahrweise und anderen Faktoren wie der Temperatur ab. Während unserer Testfahrten sind wir im besten Fall fast 400 Kilometer weit gefahren. Für den Antrieb stehen unterschiedlich starke E-Maschinen bereit. Wir waren mit der 239 kW/325 PS starken Variante unterwegs. Das aktuelle Topmodell liefert Kraft im Überfluss und verfügt über Allradantrieb. Der Stromverbrauch: im Test rund 19 kWh pro 100 gefahrenen Kilometern.

Viel Platz für Passagiere und Gepäck

Der zwei Tonnen schwere Ioniq 5 ist wie alle E-Autos kein Leichtgewicht, was durch das Design geschickt kaschiert wird. Im Innenraum macht sich die schiere Größe aber positiv bemerkbar, denn es geht angenehm luftig zu. Platz in Hülle und Fülle auch für große Menschen - vorne wie hinten. Dazu ein brauchbarer Kofferraum mit elektrischer Klappe, 527 Liter Volumen und ein kleiner Frunk (Stauraum) unter der Fronthaube. Und wer die Relax-Funktion der weich gepolsterten Frontsitze dazu bestellt, kann sich während des Ladens einen Power-Nap im Liegen gönnen, das Nickerchen zwischendurch. Das Cockpit ist klar strukturiert und verfügt über ausreichend große, glasklare und digitale Bildschirme.

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