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Fahrbericht
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Unterwegs mit dem VW Tiguan: Auf das gewohnte Niveau gehoben

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Die dritte Generation des SUV-Modells Tiguan von VW kommt mit spürbar höherer Qualität und acht verschiedenen Antrieben auf den Markt. Die beiden Plug-in-Hybride bieten jetzt bis zu 100 Kilometer elektrische Reichweite.

Der VW Tiguan erstreckt sich auf 4,54 Meter.
Der VW Tiguan erstreckt sich auf 4,54 Meter.  Foto: VW

Wer nach dem erfolgreichsten Modell von VW gefragt wird, antwortet wahrscheinlich auf Anhieb mit dem Golf. Mittlerweile hat aber der Tiguan den Kompaktwagen als meistverkauftes Modell der Wolfsburger abgelöst. Dementsprechend groß sind die Erwartungen an die dritte Generation des SUV-Modells, das aktuell zu Preisen ab 36.600 Euro in den Handel kommt.

Optisch haben die Designer den Wagen vor allem vorne weiterentwickelt. Auffällig ist die höhere und breiter wirkende Front mit dem weit nach unten gewanderten Kühlergrill samt optionaler LED-Leiste. Dazu gibt es neue Schürzen und neue Scheinwerfer. Die Veränderungen lassen den neuen Tiguan satter auf der Straße stehen als seinen Vorgänger.

VW Tiguan: Größeres Kofferraumvolumen als bisher

Das Kofferraumvolumen kommt auf 652 Liter.
Das Kofferraumvolumen kommt auf 652 Liter.  Foto: VW

In der Länge streckt sich der Bestseller nun auf 4,54 Meter. Das sind vier Zentimeter mehr als bisher. Dennoch wächst das Kofferraumvolumen um 37 auf 652 Liter, maximal passen bei umgelegter Rückbank 1920 Liter rein. Mit der verschiebbaren Rückbank hat es der Besitzer selbst in der Hand, ob er mehr Platz für die Passagiere im Fond oder im Gepäckabteil schafft.

Die Sitze des VW Tiguan  lassen sich nicht nur heizen, sondern auch kühlen.
Die Sitze des VW Tiguan lassen sich nicht nur heizen, sondern auch kühlen.  Foto: VW

Viel entscheidender ist aber die Qualität, die man beim ersten Platznehmen sehen und spüren kann. Während sich VW bei seinen ersten elektrischen ID-Modellen am Material viel weggespart hat, bietet der Tiguan nun wieder das Ambiente, das man von Europas größtem Autobauer gewohnt war. Hier haben die Wolfsburger den Wagen nun wieder auf das Niveau gehoben, das die teils deutlich höheren Preise gegenüber der Konkurrenz auch rechtfertigt. Optional lässt sich der Wagen mit viel Komfort vollpacken, die Sitze etwa lassen sich nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Der mittig platzierte Touchscreen hat bis zu 15 Zoll Größe und eine vereinfachte Menüführung. Verbessert wurde auch die Sprachbedienung. Und wer es trotz der voranschreitenden Digitalisierung lieber klassisch mag, findet am Lenkrad zahlreiche Knöpfe für die Bedienung verschiedenster Funktionen. Mehr Ablageflächen finden sich in der Mittelkonsole, da der Wahlhebel fürs Automatikgetriebe nun ans Lenkrad gewandert ist. Apropos: Handschalter gibt es für den Tiguan keine mehr.

Fahrbericht: Motoren von 130 bis 272 PS Leistung

Beim Antrieb hat der Kunde so viel Auswahl wie nie zuvor. Acht Motoren stehen bereit, sie decken eine Leistungsspanne von 96 kW/130 bis 200 kW/272 PS ab. Zudem gibt es den Tiguan je nach Variante mit Front- oder Allradantrieb. Auf maximale Effizienz getrimmt sind die 1,5-Liter-Einstiegsbenziner. Sie verfügen über ein 48-Volt-System, das den Verbrenner unter anderem beim Anfahren unterstützt. Hinzu kommt eine Zylinderabschaltung. Mit der stärksten Version der Selbstzünder sind wir zu ersten Testfahrten gestartet. Der 2,0 TDI ist ein Vierzylinder, der mit 142 kW/193 PS und maximal 400 Newtonmetern bei Bedarf beherzt zur Sache geht, sich akustisch aber angenehm zurückhält. Apropos: Innen ist es stets herrlich leise, die Dämmung des Tiguan wurde deutlich verbessert. Auf unserer Testrunde notierten wir einen Verbrauch von 6,3 Litern (CO2-Ausstoß: 164 g/km). So sind Reichweiten um die 850 Kilometer machbar.

Besonders viel Arbeit haben die Ingenieure um Baureihenleiter Karlheinz Hell in die beiden Plug-in-Hybride gesteckt. Zum Einsatz kommt hier ein 1,5-Liter-Benziner, der es zusammen mit dem E-Motor auf eine Systemleistung von 150 kW/204 PS oder 200 kW/272 PS bringt. Zwei Änderungen sind besonders wichtig: Zum einen hat sich die Kapazität des Akkus nahezu verdoppelt auf 19,6 kWh. Damit soll der Fahrer nach Angaben von Volkswagen nun bis zu 100 Kilometer rein elektrisch fahren können. Neben dem größeren Akku lassen sich die Plug-in-Hybride nun auch ordentlich laden. Früher war bei mickrigen 3,6 kW Schluss, was für lange Standzeiten sorgte. Nun sind an der Wallbox bis zu 11 kW möglich, am Schnelllader sogar 50 kW.

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