Modelloffensive bei Audi läuft zügig weiter
SUVs und Elektroautos prägen in diesem Jahr die Neuheiten bei Audi. Im Februar steht dabei die Weltpremiere des ersten Elektroautos aus der Region an, das in den Böllinger Höfen produziert wird.
Erst in ein, zwei Wochen gibt der VW-Konzern seine Absatzzahlen für das vergangene Jahr bekannt - und damit auch die Verkäufe der edlen Tochter Audi. Die Marke mit den vier Ringen hat wie alle anderen Autobauer heftig mit der Corona-Pandemie zu kämpfen, sich aber wohl achtbar geschlagen.
Wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist, hat die Mannschaft von Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann im Dezember noch einen Schlussspurt hingelegt. Dem Vernehmen nach stehen fürs Gesamtjahr um die 1,7 Millionen Fahrzeuge in den Büchern. Das ist zwar einiges weniger als 2019, als Audi 1,85 Millionen Fahrzeuge abgesetzt hat. Respekt verdient das Ergebnis aber alle mal.
Im neuen Jahr geht es vor allem um SUVs und Elektroautos
In diesem Jahr läuft nun die Modelloffensive ungebremst weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem SUVs und Elektroautos. Los geht es im Februar mit Audis kleinstem SUV, dem Q2. Er wurde überarbeitet. Den Wagen ziert eine neue Front, aus der serienmäßig LED-Scheinwerfer strahlen. Am Heck prangen retuschierte Rückleuchten und die Ausstattung wurde erweitert. Die Preise starten ab 25.200 Euro.
Technisch bleibt es bei drei bekannten Benzinern und zwei Dieseln. In den ersten Wochen hat Audi allerdings nur je einen Benziner und Diesel mit jeweils 110 kW/150 PS im Angebot: Der Ottomotor verbraucht bestenfalls 5,1 Liter (117 g/km CO2). Für den Diesel nennt Audi einen CO2-Ausstoß von 122 Gramm pro Kilometer.
Ebenfalls im Februar steht die Weltpremiere des ersten Elektroautos aus der Region an. "Das wird unsere neue Ikone", sagt Audi-Chef Markus Duesmann über den E-Tron GT. Das viertürige Coupé ist technisch eng mit dem Porsche Taycan verwandt, wird am Standort Böllinger Höfe produziert und ist mit bis zu 475 kW/646 PS der stärkste Serien-Audi aller Zeiten.

Fest steht, dass der RS E-Tron GT eine 93,4 kWh große Batterie erhält und ab 138.000 Euro kosten wird. Neben der sportlichen Speerspitze wird es ein Grundmodell geben, für das seitens Audi bisher noch keine Leistungswerte und Preise genannt werden. Die ersten Auslieferungen sind für April geplant.
Etwa zur selben Zeit kommt der neue Q5 Sportback zu Preisen ab 52.200 Euro in den Handel. Klar, es liegt im Auge des Betrachters, aber der Sportback geht für viele sicher als der schönere Q5 durch. Vom herkömmlichen Modell unterscheidet sich der Sportback vor allem in der Silhouette. So gibt es zwar auch einen neuen Kühlergrill. Doch den großen Unterschied machen das um drei Zentimeter flachere Dach und die deutlich schrägere Heckpartie, die den Sportback optisch stark in die Länge zieht. So entsteht eine besonders coupéhafte Form.
In den Kofferraum des Q5 Sportback passen 510 bis 1480 Liter (Q5: 520 bis 1520 Liter). Damit hat das SUV-Coupé einen annähernd großen Stauraum wie der normale Q5. Optional ist eine verschiebbare Rückbank bestellbar, die das Kofferraumvolumen um 60 Liter erweitert. Beim Antrieb setzt Audi auf bewährte Motoren.

Bei den Benzinern erfolgt der Marktstart mit einem zwei Liter großen Vierzylinder als 45 TFSI mit 195 kW/265 PS Bei den Dieseln gibt es einen Zwei-Liter-Vierzylinder, der als Basismotor wie erwähnt später kommt und 120 kW/163 PS leistet. Zum Verkaufsstart gibt es ihn als 150 kW/204 PS starke Variante. Darüber rangiert der 50 TDI mit einem drei Liter-V6 und einer Leistung von 210 kW/286 PS. Topmodell ist der SQ5 Sportback TDI, hier kommt der Sechszylinder-Diesel auf 251 kW/341 PS. Die Verbrauchswerte: von 5,3 bis 7,1 Liter Diesel (CO2-Ausstoß: 140 bis 186 g/km) und von 7,4 bis 7,6 Liter Benzin (169 bis 174 g/km).
Elektroautos basieren auf dem neuen Modularen Elektro-Baukasten
Sommer und Herbst stehen dann wieder im Zeichen der Elektromobilität. Denn Audi setzt nach seinem ersten Stromer, dem großen Geländewagen E-Tron, in diesem Jahr auf eine kompaktere Variante - den Q4 E-Tron, den es auch als SUV-Coupé geben wird.

Bei den Stromer basieren die Fahrzeuge auf dem neuen Modularen Elektro-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns. Je ein Motor treibt die Vorder- und Hinterachse an, was den Wagen zu einem Allradler macht, Versionen mit Heckantrieb sind ebenfalls geplant. Der Akku im Fahrzeugboden hat eine Kapazität von 82 kWh, die je nach Version eine Reichweite von 400 bis mehr als 450 Kilometer ermöglichen. Preise gibt es noch keine, sie dürften zwischen 40.000 und 50.000 Euro starten.
Zum Jahresende macht Audi die Luxuslimousine A8 aus Neckarsulm fit für die zweite Hälfte ihrer Laufzeit. Wir berichtet, erhält das Topmodell 2024 wohl keinen direkten Nachfolger. Dafür entwickelt Audi bei seinem neuen Projekt Artemis ein Elektroauto für die Oberklasse.

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