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Der BMW iX glänzt nicht nur mit einer hohen Reichweite

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Unterwegs mit dem großen Elektro-SUV BMW iX: Die Redaktion hat im Test bis zu 500 Kilometer geschafft. Der Stromer macht auch beim Laden eine gute Figur und glänzt mit hohem Komfort.

Der BMW iX bietet viel Platz auf fast fünf Metern Länge, er fährt und lädt gut. In etwa zehn Minuten zieht er Strom für weitere 120 Kilometer Strecke.
Der BMW iX bietet viel Platz auf fast fünf Metern Länge, er fährt und lädt gut. In etwa zehn Minuten zieht er Strom für weitere 120 Kilometer Strecke.  Foto: Emanuele Staiano

Der iX (ab 77.300 Euro) ist ein SUV, wie es zuvor so noch kein zweites gab von BMW. Zum einen ist der 4,95 Meter lange und 1,97 Meter breite Wagen rein elektrisch unterwegs. Auch optisch bricht er mit vielen anderen Modellen aus München.

Ja, die extragroße Niere kennt man, aber es gibt eine ohne Öffnungen, der Kühlergrill ist geschlossen. Besonders innovativ daran: BMW setzt ein  elbstheilendes Material ein. Bei einem Steinschlag zum Beispiel ist die Stelle nach 24 Stunden ohne Kratzer wieder hergestellt. Nette Kleinigkeit am Rande: Das BMW -Logo auf der Motorhaube lässt sich öffnen, dort wird Wischwasser aufgefüllt. Die Autostimme ist mit großen Stromer zu Testfahrten gestartet.

BMW iX: Viel Platz an Bord

Wer von einem Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigt, der will sich nicht einschränken. Aus diesem Grund hat BMW eine neue Plattform für das elektrische Modell entwickelt. Dem ebenen Wagenboden und dem großen Radstand sei Dank, bietet der iX deshalb vor allem in der zweiten Reihe tatsächlich mehr Platz als die meisten andere BMW-Geländewagen.

Immer mit Allradantrieb und mindestens mit 240 kW Leistung, beschleunigt das lokal emissionsfreie Modell mit einem kräftigen Antritt, wirkt mit der Hinterachslenkung sehr handlich und beherrscht mit dem richtigen Setup fürs adaptive Fahrwerk auch eine ziemlich sportliche Gangart.

In 35 Minuten auf 80 Prozent Akkustand

Wir sind mit dem iX iDrive50 (ab 107.900 Euro, Stromverbrauch: 19,5 – 21,3 kWh/100 Kilometer) zu Testfahrten gestartet. Der hat 385 kW/523 PS und 765 Newtonmeter Drehmoment im Fahrzeugschein stehen. Aber bei einem E-Auto geht es ja vor allem auch darum, möglichst weit zu kommen. Und das schafft man im iX.

War der 109 kWh große Akku voll, sind wir im Test bis zu 500 Kilometer weit gekommen. Wer dann an die Ladesäule muss, kann mit bis zu 195 kW laden, was der iX im Test nahezu gepackt hat. Damit füllt man die Batterie an einer Gleichstrom-Säule in gut 35 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Und in etwa zehn Minuten zieht der iX Strom für weitere rund 120 Kilometer Fahrtstrecke.

Türen öffnen sich ganz ohne Griffe

Bei der Reichweite und beim Laden spielt der BMW iX ganz vorne mit. Platz bietet er viel und auch sonst ist er ein richtig gut gemachtes Auto, das einige Besonderheiten aufweist. Es gibt keine klassischen Türgriffe, mit der Hand in die Öffnung und schon geht die Tür auf. Dazu rahmenlose Fenster. Auch innen gibt es keine Türklinke, sondern ebenfalls einen Knopf. Aber falls die Elektronik streikt, gibt es einen Notfallhebel, mit dem sich die Tür dann öffnen lässt. Ist die Tür offen, blickt man auf Kohlefaserverstärkten Kunststoff.

Innen setzt BMW auf Besonderheiten wie das eckige Lenkrad.
Innen setzt BMW auf Besonderheiten wie das eckige Lenkrad.  Foto: Emanuele Staiano

Das Material spart Gewicht. Ändert nichts daran, dass der iX 2,5 Tonnen wiegt. Die Sitze sind mit einer Alcantara-Stoffmischung bezogen, das Armaturenbrett ebenfalls. Das sieht schick aus und fühlt sich wertig an.

BMW iX: Edler Innenraum

Ablagen gibt es jede Menge, induktives Laden von Smartphones ist natürlich Standard. Die Gestensteuerung funktioniert sehr gut wenn man mit Finger- und Handbewegungen den Radiosender wechselt oder die Lautstärke leiser oder lauter stellt. Auf der mit Holz verkleideten Mittelkonsole sind Tasten fürs direkte Anwählen von Funktionen wie der Navigation hinterlegt. Weitere Schalter gibt es kaum noch. Die wenigen, die noch vorhanden sind, zum Beispiel für die Verstellung der Sitze, sind mit Kristallglas veredelt. Alles andere läuft über den extrabreiten Touchscreen. Dort gibt es dann eine eigene Seite für die Klimatisierung.

Ein tolles Extra ist das riesige Glasdach, das sich per Knopfdruck milchig oder klar stellen lässt. So kann man die Sonne auf Wunsch ungestört nach innen oder bei zu starker Strahlung draußen lassen. Alles in allem  ist der Innenraum sehr edel. Der große Stromer der bayerischen Marke fährt sich sehr komfortabel. Selbst gröbere Unebenheiten bügelt das Fahrwerk sauber glatt.

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