Showbühne statt Steinbruch: Der Unimog wird zum Luxuslaster
Gegen ihn ist selbst die Mercedes G-Klasse nur ein Spielzeugauto: Zum 80. Jubiläum macht Daimler Truck den Unimog zum ultimativen Luxus-Geländewagen und sichert den Besitzern maximale Aufmerksamkeit.

Daimler Truck feiert 80 Jahre Unimog und macht sich das größte Geschenk erst einmal selbst. Denn nachdem sich das «Universal-Motor-Gerät» bis dato auf so ziemlich jedem Terrain bewährt hat, schicken sie den Alleskönner jetzt als Luxuslaster zum ersten Mal auf den Boulevard. Bislang nur eine Machbarkeitsstudie, hat das Showcar bereits so eine Begehrlichkeit geweckt, dass jetzt über eine Kleinserie nachgedacht wird, bestätigte der Hersteller.
Als Basis für den binnen sechs Monaten erfolgten Umbau dient ein hoch geländegängiger Unimog mit Portalachsen und 16-Gang-Automatik, den die Entwickler in Wörth auf permanenten Allradantrieb umgerüstet und erstmals mit einem Sechszylinder bestückt haben. Der Diesel hat nach Werksangaben 7,7 Liter Hubraum, leistet 220 kW/300 PS und ermöglicht theoretisch ein Spitzentempo von 110 km/h. In Europa ist allerdings bei 89 km/h Schluss.
Um ihn für den Boulevard zu rüsten, hat Daimler Truck zudem die Kabine mit Leder ausgeschlagen und eine Ambientebeleuchtung installiert sowie die matt lackierte Karosse mit martialischen Anbauteilen verkleidet. Außerdem gibt es erstmals LED-Scheinwerfer und auf dem Dach eine Lightbar.
All der Luxus hat Gewicht - und auch einen Preis
Zwar darf man den Unimog bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen auch mit dem Pkw-Führerschein fahren. Zumindest wenn der vor 1999 gemacht wurde. Doch dafür gilt es neben der Serienfreigabe eine andere Hürde zu überwinden: Weil schon das Grundmodell des U 4023 rund 240.000 Euro kostet, dürfte die Luxusversion nicht nur zum protzigsten, sondern auch zu einem der teuersten Geländewagen am Markt werden.
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